Hilfe für die Liebsten

Um es den Angehörigen nach einem plötzlichen Unfall, bei schwerer Krankheit oder im Todesfall leichter zu machen, hat der Seniorenbeirat zusammen mit seinen Partnern einen Notfallordner mit System entwickelt. Foto: Christoph Kloke

Ein plötzlicher Unfall, eine Krankheit oder Tod können das Leben auf einen Schlag völlig verändern. Wichtig ist dann, dass sich eine vertraute Person mit allen Unterlagen auskennt und deren Aufbewahrungsort kennt. Gut beraten ist, wer für den Fall der Fälle einen Notfallordner angelegt hat.

Alfons Klink und Peter Porada vom Seniorenbeirat Brilon haben nun nach der erfolgreich eingeführten Notfallkarte einen maßgeschneiderten Notfallordner entwickelt. In Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe, dem DRK und fachlicher Unterstützung aus den Fachbebieten Recht, Versicherung und Bestattung ist ein übersichtliches und knallrotes Registersystem entstanden. "Alle wichtigen Dokumente sind vereint und bestens geordnet. Anhand von Mustern wird nichts vergessen und jedes Thema behandelt", erklärt Alfons Klink. "Das Wichtigste ist aber, sich frühzeitig mit einem persönlichen Notfall bei Krankheit oder Tod auseinanderzusetzen." Doch genau an dieser Stelle scheitert es häufig. Viele Menschen verdrängen Gedanken an Themen wie Testament, Patienten- und Betreuungsverfügung oder Vorsorgevollmacht. Erst wenn jemand im Familien- oder Bekanntenkreis betroffen ist, stellen sie sich Fragen nach der persönlichen Vorsorge. Dabei ist es wichtig, schon in sehr jungen Jahren Angehörige vor einem großen Scherbenhaufen zu bewahren und frühzeitig über den letzten Willen zu bestimmen.

"Wir wollen mit der Initiative auch einen Impuls geben. Wer einen schweren Unfall erleidet, kann sich nicht mehr um seine Angelegenheiten kümmern", appelliert Manfred Sack. "Von jetzt auf gleich müssen sich andere Menschen mit persönlichen Regelungen, Finanzen, Altersvorsorge, Werten und Versicherungen auseinandersetzten." Egal ob jung oder alt, ob als Single oder Partner: Ein Notfallordner macht es den Liebsten in der für sie ohnehin sehr schwierigen Lage einfacher. Persönliche Vollmachten und Testamente sollten zuvor jedoch von einem Rechtsanwalt geprüft werden.

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