Dienst am Menschen

Hohe Auszeichnung: Feuerwehrmann Franz-Josef Frigger erhält Verdienstorden

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Aus den Händen von Landrat Dr. Karl Schneider gab es die verdiente Auszeichnung an Franz-Josef Frigger und als Anerkennung für die immerwährende Unterstützung bei seinem Lebenswerk einen Blumenstrauß für seine Ehefrau Gertrud.

Brilon/Hochsauerland. „Wenn es einer verdient hat, dann du“, brachte es Wolfgang Hillebrand, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Brilon, treffend auf den Punkt, als am Mittwoch dem Feuerwehrurgestein Franz-Josef Frigger die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen wurde.

Etliche Tausend Einsatzkräfte waren im Saal des Briloner Feuerwehrhauses in der Grimmestraße versammelt, denn außer der Familie des Geehrten und Vertretern der Stadt hatten sich die Ehrenabteilung der Briloner Feuerwehr und Delegationen aus den Nachbarwehren eingefunden, um dem Mann die ihm zustehende Ehre zu erweisen und sein weit über das Normalmaß hinausgehende Engagement für das Feuerwehrwesen zu würdigen.

1957 begann die Laufbahn für Franz-Josef Frigger als 18-Jähriger in der Briloner Feuerwehr. Nach erfolgreichem Durchlauf verschiedener Ausbildungen und erfolgreicher Prüfungen wurde er 1982 zum Hauptbrandmeister befördert. Sein umfangreiches Wissen befähigte ihn zu Sonder- und Führungsaufgaben in der Feuerwehr.

Blick weit über den Tellerrand hinaus

Ab 1975 wurde er daher neben der örtlichen Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehr verstärkt auch in der Kreisausbildung bei Truppführer-, Atemschutz- und Maschinisten-Lehrgängen eingesetzt.

1982 wurde Franz-Josef Frigger Löschzugführer und ab 1989 stellvertretender Wehrleiter.

Für seine Herzensangelegenheit, dem Dienst als Feuerwehrmann, schaute der Fachmann auch weit über den Tellerrand hinaus. So ist es ihm nicht nur zu verdanken, dass im Jahre 1989 Brilon mit einer der damals modernsten Drehleitern in Nordrhein-Westfalen ausgestattet worden ist, sondern aufgrund seiner Führungs- und Leistungsqualitäten wurde er 1992 stellvertretender Kreisbrandmeister des Hochsauerlandkreises. Hier setzte er sich für die ständige Modernisierung der Kreisausbildungstätte in Brilon und für eine Optimierung des Ausbildungsangebotes auf Kreisebene ein.

Neben seinen ehrenamtlichen Funktionen in der Freiwilligen Feuerwehr Brilon bekleidete Franz-Josef Frigger auch die Funktion des stellvertretenden Verbandsvorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Hochsauerlandkreis. Von 1992 bis 1999 kümmerte er sich zusätzlich um die Belange von rund 6900 ehrenamtlichen Angehörigen der Feuerwehren des Hochsauerlandkreises.

Für seine Verdienste wurde Franz-Josef Frigger 1992 mit dem Feuerwehr Ehrenzeichen in Gold, 1995 dem Deutschen Feuerwehr Ehrenkreuz in Gold und 1999 mit dem Feuerwehr Ehrenzeichen des Landes NRW in der Sonderstufe Silber ausgezeichnet. 

Auszeichnung rundet Lebenswerk ab

Mit Erreichen der Altersgrenze im Jahr 1999 endete für den Hauptbrandmeister, dem damals höchstmöglichen Dienstgrad in der Freiwilligen Feuerwehr Brilon, der aktive Dienst. Nicht aber seine Engagement für den Dienst am Menschen. Der „Lange Frigger“ wie er in Brilon mit Spitznamen bekannt und beliebt ist, blieb weiter der Feuerwehr – jetzt in der Ehrenabteilung – treu. Aufgrund seiner kameradschaftlichen und menschlichen Qualitäten wurde Franz-Josef Frigger 2003 einstimmig zum Präsidenten der Ehrenabteilung des Kreisfeuerwehrverbandes Hochsauerlandkreis gewählt. In dieser Gemeinschaft treffen sich die ehemaligen Kreisbrandmeister und Wehrführer mit anderen ehemaligen Funktionsträgern im Feuerwehrwesen auf Kreisebene zum Fachsimpeln und Kameradschaftspflege. 

Für die Stadt Brilon hat Franz-Josef Frigger ebenfalls die Leitung der Ehrenabteilung des Löschzuges übernommen und steht damit seiner Heimateinheit nach wie vor mit seinem umfangreichen Wissen zur Verfügung. „Es ist für unsere Stadt eine ganz besondere Ehre, einen Mann wie Franz-Josef Frigger zu haben“, hob Brilons stellvertretender Bürgermeister Ludger Böddicker hervor: „Seit jeher ist er der Stadt und den Menschen verpflichtet gewesen und hat dadurch ein hohes Ansehen in der Bevölkerung erlangt.“ 

Dies unterstrich auch Bezirksbrandmeister Uwe Wiedenbeck, der gemeinsam mit Kreisbrandmeister Bernd Krause dem Geehrten gratulierte: „Es ist schön, so jemanden wie dich in den Reihen zu haben. Geradlinig und klar in der Ansage und was du sagst, lebst du uns vor. Diese Auszeichnung heute rundet dein Lebenswerk ab.“

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