Integrationsarbeit leisten

Yvonne Stecker (re.) und Thomas Striewski (2. v. re.) besichtigten die Werkstatträume. Mit dabei: (v. li.) Koordinatorin Barbara Wirsing-Kremser, Wohnhausleiterin Eva Stratmann und Werkstattleiter Engelbert Kraft. Foto: CV Brilon

Der Caritasverband Brilon hatte für den Bereich der Behindertenhilfe die Möglichkeiten zum ehrenamtlichen Einsatz erweitert. Mittlerweile hat sich nach dem Aufruf eine Gruppe von Ehrenamtlichen gefunden, die sich regelmäßig alle sechs Wochen zum Erfahrungsaustausch treffen wird.

Um die Einrichtungen und verschiedenen Bereiche des Caritasverbandes kennen zu lernen, wurde nun gemeinsam die Werkstatt "Hinterm Gallberg" besichtigt. Hier arbeiten Menschen mit Behinderung in den verschiedensten Fertigungszweigen von Metallbearbeitung bis zur Näherei.

Der Einsatz der neuen Ehrenamtlichen ist äußerst vielschichtig. Engagierten sie sich bisher hauptsächlich im Wohnhausbereich für Menschen mit Behinderung, so werden nun über diese Aufgabe hinausgehend unter anderem eine Fußball-AG organisiert sowie Besuche der Seniorengruppe der Wohnhäuser mit dem Therapiehund und die Begleitung beim Kirchgang mit anschließendem Cafébesuch gewissenhaft vorbereitet.

Mit im Boot ist auch Thomas Striewski, der einmal wöchentlich die Tischtennisgruppe der Wohnhäuser leitet und sich als Übungsleiter mit verschiedenen Zusatzausbildungen auch noch auf weitere Mitspieler freut.

Ganz neu dabei ist Yvonne Stecker. Die gelernte Krankenschwester ist gerade erst nach Brilon gezogen und sieht ihr ehrenamtliches Engagement auch als Möglichkeit, neue Kontakte in der ihr bisher noch fremden Umgebung zu knüpfen.

Engagement und Aufgeschlossenheit

Den Gang durch die Werkstatt nutzten beide Ehrenamtliche auch zum Austausch untereinander. Weitere Angebote und Aktivitäten sind jederzeit erwünscht. Dazu werden noch engagierte und aufgeschlossene Menschen gesucht, die etwa nach dem Wechsel in den Ruhestand noch eine neue und erfüllende Aufgabe suchen. So könnten etwa ehemalige Polizisten einen Fahrradkurs für Menschen mit Behinderung anbieten und mit ihnen sicheres Verhalten im Straßenverkehr üben. Vielleicht könnte auch der Versuch gestartet werden, einen kleinen Werkstattchor zu gründen.

Es geht dabei immer um zusätzliche Angebote, die die hauptamtliche Arbeit in den Einrichtungen nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen sollen. Einführung in die Aufgabe und ausführliche Erklärung des Ablaufs sowie eine persönliche Begleitung sind selbstverständlich. Die Einsätze könnten auch wie Kurse nur auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt sein.

Für Interessenten steht der Caritasverband Brilon — hier insbesondere Barbara Wirsing-Kremser als Koordinatorin und Ansprechpartnerin — unter Tel.: 0 29 61/9 71 90 zur Verfügung.

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