Workshop mit Legenden

Ismail Koldere trainiert mit den Größten des Kampfsports

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Die Größen des Kampfsports trafen sich auf einer Veranstaltung in der Schweiz (v.l.n.r.): „Ip-Man“ Samuel Kwok, Ismail Koldere, „Dragon Lady“ Cynthia Rothrock sowie Agata Dowding und Bill Walace. 

Hoppecke. Einmal mit den Größten des Kampfsports trainieren – für Großmeister Hanshi Ismail Koldere und Shaghayegh Koldere-Rezaei aus Hoppecke hat sich dieser Traum mehr als erfüllt. Sie gehören mittlerweile selbst zu den besten ihrer Zunft und trainierten jetzt sogar mit Film-Legenden wie der „Dragon Lady“ Cynthia Rothrock oder dem „Ip-Man Original Wing Chung“ Samuel Kwok bei einem Workshop in der Schweiz.

„Dort haben sich die Größten der Größten getroffen“, erzählt Koldere im Gespräch mit dem SauerlandKurier. Jeder Meister zeigte dort den Schülern seine eigene Stilrichtung. „Jede Stunde wurde die Gruppe getauscht, damit jeder Schüler von jedem Meistern lernen konnte“, so Großmeister Koldere. Die von ihm und seiner Frau entwickelte Stilrichtung heißt IK-Ruy-Jitsu. Sie setzt sich aus den besten Techniken der verschiedensten Kampfsportarten und - künste zusammen. Darin besitzt Koldere mittlerweile den zehnten und damit höchsten Dan, so heißen die Meistergrade im asiatischen Kampfsport, die von internationalen Verbänden vergeben werden.

Ismail Koldere gibt sein Können an Sohn Shayan-Nail Koldere weiter.

„Bis zum fünften Dan muss man Prüfungen ablegen, die anderen Meistergrade erhält man, wenn man etwas weiterentwickelt“, so Koldere-Rezaei, die selbst den siebten Dan besitzt. Die Teilnahme am Workshop in der Schweiz werden die beiden nicht so schnell vergessen. „Wir haben dort auch Bill Walace wiedergetroffen“, erklärt Koldere-Rezaei. „Er ist 72, aber fit wie ein 30-Jähriger.“ Wallace ist eine amerikanische Martial-Arts-Legende, der besonders für seinen Roundhouse-Kick bekannt ist. Bereits 1992 hatte er Koldere in Brilon besucht. „Ich habe auch schon für dreieinhalb Monate in Amerika mit ihm trainiert“, erklärt Koldere.

„Ihm hat die Stilrichtung gefallen“

Den Stellenwert, den Koldore und Koldere-Rezaei im Kampfsport besitzen, wurde beim Treffen mit Samuel Kwok deutlich. „Ihm hat unsere Stilrichtung gefallen und daher wollte er mit uns ein privates Training machen“, erklärt Koldere. „Wir sollten ihm zeigen, was wir so machen und er hat uns in das Ip-Man-Training eingeführt. So etwas erlebt man nicht so häufig.“

Großmeister Hanshi Ismail Koldere, der bereits von 1971 bis 2006 in Brilon lebte, und Shaghayegh Koldere-Rezaei wohnen seit September wieder in Hoppecke. Für Kampfsport-Fans wollen sie demnächst Seminare im Raum Brilon anbieten.

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