„Seele der Sparkasse“ feierlich verabschiedet

25 Jahre im Vorstand: Sparkassendirektor Peter Wagner geht in den Ruhestand

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Führungswechsel bei der Sparkasse Hochsauerland: Peter Wagner (2.v.r.) wurde von Landrat Dr. Karl Schneider (re.) und Verbandspräsidentin Prof. Dr. Liane Buchholz verabschiedet. Sein Nachfolger wird Ingo Ritter.

Alme/Hochsauerland - Im feierlichen Rahmen wurde am Mittwochmittag Sparkassendirektor Peter Wagner in der Almer Schlossmühle in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

„Du warst die Seele der Sparkasse und hast die Bank hervorragend vertreten und dich für die Wirtschaft eingesetzt“, lauteten die einleitenden Worte von Landrat Dr. Karl Schneider. „Wie beim Fußball hast du das Tor als Schalke 04-Fan immer gefunden. Fußball ist ein Mannschaftssport, daher hast du die Sparkasse wie ein Trainer geführt und die Mannschaft am Ball gehalten; die Bank somit in die erste Liga geführt.“ 

In seiner Laudatio ging Schneider als vorsitzendes Mitglied des Verwaltungsrates auf die hervorragend geleistete Aufgabenarbeit von Peter Wagner ein, hob den 475-prozentigen Zuwachs im Kreditgeschäft von 194 Millionen auf 1,2 Milliarden Euro im Zeitraum von 1992 bis 2018 hervor. „Die Sparkasse hat Auswirkungen auf den Wohlstand der Region und schafft somit eine hohe Lebensqualität. Als Förderer von Sport, Musik und Kunst sind 9,3 Millionen Euro an Spenden geflossen, somit hast du das kulturelle Leben hier vor Ort mitgeprägt“, so der Landrat, der immer wieder die gute Zusammenarbeit, die Freundschaft und den außergewöhnlichen Einsatz von Peter Wagner lobte. 

Als Kind des Ruhrgebiets, in Gladbeck geboren und in Gelsenkirchen aufgewachsen, wurde dem scheidenden Sparkassendirektor von Schneider attestiert, dass er sich die ganzen Jahre durch Energie, Zielstrebigkeit und Kreativität ausgezeichnet sowie Menschen aus der Region begeistert habe. 

„Peter Wagner ist alle Anforderungen angegangen und hat sich für gute Ideen begeistern lassen, die die Sparkasse als auch die Region voranbringen. Seine Arbeit war immer von Fairness geprägt, so wurde die Sparkasse zum Vorbild. Peter Wagner du warst großartig“, lauteten die abschließenden Worte Karl Schneiders, der im gleichen Atemzug den Nachfolger Ingo Ritter vorstellte. 

"Sparkasse ist unter Peter Wagner gewachsen"

Seine herausragenden Leistungen in 50 Jahren Sparkassenarbeit, davon 25 Jahre im Vorstand und 16 Jahre als Vorstandsvorsitzender, wurde Wagner auch von der Präsidentin des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe, Prof. Dr. Liane Buchholz, bescheinigt. „Die Sparkasse ist unter Peter Wagner gewachsen. Er hat die Herausforderungen des demografischen Wandels und der Digitalisierung angenommen und sich mit einem hohen Maß an Dynamik ausgezeichnet. In seiner Laufbahn ist die Zahl der Kunden auf 55 von 100 Einwohnern gestiegen. Vorher waren es 24 Kunden von 100 Einwohnern. Das geht auf seinen Verdienst zurück. Peter Wagner hat der Sparkasse ein modernes Image verpasst und sich durch Kontinuität, Qualität und Verlässlichkeit ausgezeichnet sowie Werte vermittelt“, so Prof. Dr. Liane Buchholz. 

Auch Sparkassendirektor Ulrich Dolle (Bestwig) verabschiedete sich mit einem weinenden und einem lachenden Auge von seinem Freund und Vorstandskollegen Peter Wagner. „Drei Eigenschaften haben dich immer ausgezeichnet. Du warst konservativ, da du an der Spitze des Fortschritts standest, du warst verlässlich und ruhig. Auf eine einmal gemachte Zusage konnte sich jeder verlassen, genauso wie auf deine ruhige Art bei brisanten Bankgeschäften. Auch wenn du sonst ein unruhiger Geist bist, im Bankwesen hast du immer dein großes Fachwissen ins Spiel gebracht und Diskussionen mit guten Ergebnissen geführt“, erklärte Dolle schmunzelnd. 

In seiner Abschiedsrede dankte Peter Wagner seinen Mitarbeitern, Kunden, Vereinen und Firmen für die jahrelange gute Zusammenarbeit. „Durch 25 Jahre Vorstandsarbeit ist das Sauerland unsere Heimat geworden. Als ich angefangen habe, gab es noch keine Computer. Gemeinsam mit meinen Kollegen haben wir eine neue Ära aufgebaut. Ich möchte mich daher bei allen bedanken, die mich so tatkräftig unterstützt haben. Ein besonderer Dank gilt meiner Frau Johanna und meiner Tochter Leonie, die mich zu Hause bei Problemen immer wieder aufgebaut haben“, so der scheidende Sparkassendirektor Peter Wagner, der in seiner Freizeit demnächst ohne Handy alleine pilgern möchte.

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