Nachwuchs für Nachhaltigkeit

Jugendkulturinitiative „Youth and Arts“ geht an den Start

Jugendkulturinitiative „Youth and Arts“ Brilon
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„Schritt für Schritt in eine bessere Welt“ ist das Motto der Jugendkulturinitiative „Youth and Arts“.

Die Jugendkulturinitiative „Youth and Arts“ bringt verschiedene Projekte der Jugendkultur nach Brilon. Insgesamt fünf verschiedene Aktivierungsstrategien werden im Rahmen des Projektes umgesetzt. Dazu gehört die Jugendkunstgalerie NRW mit Fokus auf fotografische Werke, eine mehrmonatige Visions-AG zur Entwicklung eigener Projektideen sowie ein innovatives digitales Schülernetzwerk.

Brilon –  „Ziel ist es, dass junge Menschen ihre kulturelle Umwelt zunehmend selbst gestalten“, erläutert Bürgermeister Christof Bartsch die Hintergründe des Projekts.

„Wir haben in Brilon sehr viele Jugendliche mit tollen Potenzialen. Deshalb ist es uns als Stadt wichtig, dass gerade auch junge Menschen ihre Ideen hier vor Ort ausleben und auf den Weg bringen können“, ergänzt der Bürgermeister mit Blick auf die ersten erfolgreichen Ergebnisse des Projektes.

Jugendkunstgalerie

Allein im Rahmen der Jugendkunstgalerie „Freestyle NRW“ hat Brilon mit 60 Fotografie-begeisterten Jugendlichen und über 170 eingereichten Bildern sowie mehr als 140 Teilnehmenden in vier digitalen Fotografie-Workshops gezeigt, dass dieses Projektelement in der Stadt genau richtig platziert ist. Anne Wißkirchen und Anna-Lena Krämer, Lehrerinnen der Marienschule in Brilon, konnten zwei der Workshops persönlich begleiten und waren sich einig: „Der FreeStyle Fotografie-Workshop ist ein informativer, anschaulicher Workshop, der neue Einblicke in die Welt der Fotografie auf Augenhöhe der Schüler:innen bietet. Mit wenigen Mitteln können sie neu erlernte Techniken mit ihren Smartphones sofort umsetzen und bekommen wertschätzendes Feedback von Fotograf:innen.“

Als niederschwelliges Beteiligungsprojekt richtet sich die Jugendkunstgalerie nicht nur an Jugendliche und junge Erwachsene aus allen Herkunftskulturen und Milieus, sondern auch an die breite Öffentlichkeit. Mit einer Online-Galerie führt das Projekt künftig auch dazu, dass mehr jugendkulturelle Impulse direkt in den öffentlichen Raum transportiert werden und sich damit die Sichtbarkeit der Perspektiven junger Menschen in der Öffentlichkeit verbessert.

Visions-AG

Ein weiteres Projekt aus der Projektreihe „Youth and Arts“ fand jetzt im digitalen Raum sein Finale. Präsentiert wurden die Ergebnisse der interkommunalen Visions-AG. Ziel ist hier, dass junge Menschen ihre kulturelle Umwelt selbst gestalten, indem sie eigene Kulturprojekte entwickeln.

Mit der zur Verfügung stehenden Landesförderung aus dem Bereich der Regionalen Kulturpolitik Sauerland wurden in den letzten Monaten regelmäßige außerschulische AGs durchgeführt. Gemeinsam mit den Teilnehmenden konnten hier erste eigenständige Projekte und Aktionen ausgearbeitet und in Form von Mikroprojekten umgesetzt werden. Dazu wurden kleinere Mikro-Budgets für die Jugendlichen bereitgestellt, um ihnen damit die konkrete Umsetzung ihrer Visionen und Ideen zu ermöglichen.

Bauernvergleich

Die Schülerin Greta (13) vom Gymnasium Petrinum in Brilon wirkte zusammen mit Ben (13) und Niel (13) von der Konrad-Adenauer-Hauptschule Freienohl am Mikroprojekt „Bauernvergleich“ mit. Die jungen Kulturakteure beschreiben ihr Projekt wie folgt: „Wir haben uns für eine kleine Reportage über Bio Bauern und Nicht-Bio Bauern entschieden. Um einfach mal zu schauen, wo der Unterschied bei den Landwirten liegt. Die Message hinter dem Projekt ist, dass man vielleicht nach der Reportage ein bisschen über den eigenen Konsum nachdenkt und merkt, dass Bauern wichtig sind.“

T-Shirt-Design

Unter dem wegweisenden Titel „Nothing changes, if nothing changes“ hat sich Benjamin (16) vom Gymnasium Petrinum in Brilon gemeinsam mit Ida (16) von der Sekundarschule Marsberg und einigen Jugendlichen von der Israhel-van-Meckenem-Realschule in Bocholt ein T-Shirt Design überlegt, das ihre Message transportiert. Dabei wurde streng darauf geachtet, dass die gesamte Produktion auf Basis nachhaltiger Standards erfolgt.

Nach langer Zeit der digitalen AG-Arbeit trafen dann kürzlich auf dem Marktplatz der Stadt Brilon einige der Jugendlichen im Rahmen der Textile erstmals persönlich aufeinander. Mit dabei waren die beiden Bürgermeister aus Brilon und Schmallenberg. „Wenn sich junge Menschen bei uns in der Region engagieren, dann findet dies unsere volle Unterstützung – gerade auch auf interkommunaler Ebene“ sind sich beide Stadtvertreter einig. „Wir wünschen euch daher viel Mut, um in Zukunft auch weitere junge Menschen dafür zu begeistern, sich für unsere gemeinsame Region stark zu machen.“ ermutigen die beiden Bürgermeister die jungen Menschen vor Ort.

Hintergrund

Projektträger der Jugendkulturinitiative ist der Ensible e.V. Schmallenberg in seiner Funktion als Stützpunkt für Jugendkultur in NRW. Mit insgesamt 8 Partnerstädten aus dem Sauerland hat sich der Verein mit seinem Projekt „Youth and Arts“ nun in Sachen Jugendkultur auf den Weg gemacht. Das Projekt ist dafür bereits mit dem ersten Stern im Rahmen der REGIONALE 2020-2025 Südwestfalen ausgezeichnet worden und wird nun in Brilon und den anderen beteiligten Städten zur Entfaltung gebracht.

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