Landwirtinnen zeigen ihren Betrieb

Kampagne "Pumps@Bauernhof.de": Erfahren, wie ein Kuhstall von innen aussieht

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Bei der Veranstaltung Pumps@Bauernhof.de zeigte Landwirtin Reinhild Tacken den Landfrauen ihren Hof in Alme und beantwortete Fragen rund um die Landwirtschaft.

Alme - Frische Milch von glücklichen Kühen, die auf Wasserbetten schlafen, Eier von frei laufenden Hühnern und dazu noch die Liebe zum Beruf – Das ist kein Kindheitstraum, sondern Realität auf dem Seilerhof in Alme.

Die Besitzer Reinhild und Jürgen Tacken haben sich mit Leib und Seele der Landwirtschaft verschrieben. Ihren 117 Hektar großen, von Franz und Maria Kaup 1922 gegründeten Bauernhof, bewirtschaften sie nunmehr in der dritten Generation mit viel Freude und jeder Menge Herzblut. „Bei uns ist alles zum Tierwohl ausgestattet. Durch den Rundlauf im Stall haben die Kühe viel Platz. So kommen die Tiere rein und raus wie sie Lust haben“, erklärte Landwirtin Reinhild Tacken im Zuge der Kampagne Pumps@Bauernhof.de. 

„Wir haben hier auf dem Hof 120 Kühe sowie 117 Jungtiere und Nachzucht. Seit Neuestem auch noch 200 Hühner.“ Pumps@Bauernhof.de – das ist ein Veranstaltungsformat, bei dem Landwirtinnen aus Westfalen-Lippe aus dem Nähkästchen plaudern und interessierten Besuchern den eigenen Betrieb zeigen. 

„Viele wissen gar nicht was auf einem Bauernhof so alles gemacht wird oder wie ein Kuhstall von innen aussieht. Die Intention der Landfrauen ist es, den Dialog vom Erzeuger zum Endverbraucher nach vorne zu bringen“, so die Landwirtin. 

Auf ihrem Rundgang über den Hof berichtete Reinhild Tacken den Landfrauen, wann morgens der Tag beginnt, wann er abends endet und in welchem Stall die Kühe letztendlich entsprechend ihrem Alter leben, wie sie gebettet beziehungsweise wo sie gemolken werden. 

"Unsere Kühe liegen auf Wasserbetten"

„Unsere Kühe liegen seit drei Jahren auf Wasserbetten, um Druckstellen und Gelenkverletzungen zu vermeiden. Damit das Wasser bei Minusgeraden nicht einfrieren kann, ist etwas Frostschutz beigefügt. Unseren Kühen soll es richtig gut gehen, damit sie viel Milch produzieren. Die Wirtschaftlichkeit steht vorne, darum soll auch jedes Jahr die Kuh ein Kalb bekommen“, so Reinhild Tacken, die sich von morgens 6.30 Uhr bis abends 19 Uhr sieben Tage in der Woche liebevoll um die Tiere kümmert. Ein Kalbstall für werdende „Mütter“, gentechnikfreies Futter, ein „Kindergarten“ für die kleinen Kälber, die in den ersten zwei Wochen täglich acht Liter Milch bekommen sowie ein eigener „Kreissaal“ wo die trächtigen Kühe immer im Blick sind, zeichnen den Seilerhof in Alme aus. Dazu frisch gekühlte Milch, die direkt auf dem Bauernhof eigenständig am Milchautomat abgefüllt werden kann. 

„In unserer Milchkammer hat die Wanne ein Fassungsvermögen von 6.000 Liter. Dort wird die Milch auf vier Grad Celsius gekühlt und jeden zweiten Tag von einem Tankwagen abgeholt. Jedes Mal wird die Milch dabei auf Eiweiß, Keime, Antibiotika und so weiter überprüft. In unserem Automat wird die Milch zudem alle 30 Minuten durchgerührt, um das Absetzen von Fett zu verhindern. So bekommt jeder Kunde die gleiche gute Qualität“, so die Landwirtin, die seit geraumer Zeit in einem zweiten Automaten auch Eier von glücklichen Hühnern verkauft.

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