Keine Angst vor Kabarett

Alle Hände voll zu tun haben der Marketingleiter der Sparkasse Brilon Bernhard Hohmann, Kulibris Erster Vorsitzender Peter Schmidt sowie Geschäftsführer Holger Hirsch-Mahnke und Ulrich Dolle aus dem Sparkassenvorstand mit den Kabarett-Veranstaltungen. Foto: Anna Sartorius

"Kabarett? Und dann noch über Politik? Nee, das verstehe ich doch sowieso nicht" – befürchten viele Menschen, die sich zwar gern einen Live-Kabarettabend ansehen würden, sich aber letztendlich doch nicht trauen.

Der Briloner Verein Kulibri nimmt diese Sorgen: Für das kommende Jahr sind sieben Kleinkunst-Veranstaltungen geplant, die das Publikum mitreißen – garantiert. Und das preiswert: Erstmalig kann im Dezember das komplette Paket gekauft werden, für 70 Euro.

Ab dem 1. Dezember bis zum 31. wird nur bei der BWT Brilon das Kleinkunst-Abo angeboten: "Inbegriffen sind sieben Kabarettveranstaltungen, ein Frühstücksbuffet und zwei Gläser Sekt", so Peter Schmidt, Erster Vorsitzender von Kulibri. Er und sechs weitere Personen haben überlegt, was kulturell im Bereich Kleinkunst in Brilon angeboten werden kann, sie haben Live-Kabarett vorbereitet und werden es ausführen. Für das kommende Jahr sind sieben humorige Tage und Abende geplant.

Eine kleine Herausforderung in Brilon: "Der Kulturkalender in Brilon ist meistens schon ziemlich voll. Deshalb planen wir schon zwölf Monate im Voraus. Sieben Termine zu finden, ist nicht so leicht", erklärt Schmidt. Umso zufriedener sind Kulibri und die Sparkasse Hochsauerland in Brilon als Sponsor, dass die Planung so erfolgreich war.

Gleich am 13. Januar gibt es "eine ganz neue Geschichte" – den kabarettistischen Jahresrückblick "Jahreswechselbad" mit Mia Pittroff und Thilo Seibel mit Frühstücksbuffet und einem Glas Sekt am Vormittag. Am 16. Februar zeigt die Sparkasse Humor: Im Atrium wird Chin Meyer auftreten, Deutschlands bekanntester Finanz-Kabarettist. "Erst nachdem ich Chin Meyer gesehen habe, habe ich verstanden, wie die Bankenkrise funktioniert", sagt Peter Schmidt schmunzelnd. Am Weltfrauentag, 8. März, kommt eine noch unbekannte weibliche Kabarettistin, Barbara Ruscher, mit politischen Kabarett nach Brilon. Zur Feier des Tages wird allen Frauen ein Glas Sekt spendiert. Anny Hartmann, eigentlich aus dem Stand-Up-Comedy-Bereich, gibt sich am 27. April die Ehre. "Auch sie beschäftigt sich mit hochaktuellen politischen Themen. Beide Kabarettistinnen sind auf einem ähnlich hohen Niveau", verspricht Schmidt.

Eine Puppe, die Puppenspiel grundsätzlich ablehnt – diesen Widerspruch in sich können Besucher am 5. Mai bestaunen. Der diplomierte Puppenspieler Michael Hatzius bringt seine schlagfertige Echse mit: "Es ist absolut faszinierend, dass man völlig vergisst, dass eigentlich der Puppenspieler spricht."

Nach der Sommerpause am 11. Oktober wartet makabrer Humor auf die Briloner. Axel Pätz erzählt von den Abgründen des Lebens und spielt dabei virtuos Klavier. Der letzte Kabarettist im Bunde ist ein ganz bekannter – Thomas Freitag kommt zum zweiten Mal ins Briloner Kolpinghaus, mit seinem neuen Programm "Der kaltwütige Herr Schüttlöffel" am 30. November. "Es muss also niemand Angst haben, politisches Kabarett nicht zu verstehen. Unsere Künstler verstehen es allesamt, Zuschauer mitzureißen. Außerdem ist das Kulibri-Abo doch ein super Weihnachtsgeschenk", so Peter Schmidt.

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