Keine Lebensmittel bis 2016

Ein neuer Lebensmittelmarkt wird so schnell nicht in die leerstehenden Räumlichkeiten einziehen. Foto: Jana Sudhoff

Die Lebensmittelbeschaffung ist für Bewohner des Engelbert-Altenheimes sowie für die Anwohner in der Helle, am Itzelstein und am Renzelsberg aufwändiger geworden. Trennte sie früher ein halber Kilometer vom nächsten Lebensmittelgeschäft, hat sich ihre Fahrtzeit auf bis zu zwei Kilometer verlängert. Seitdem der Kaufpark im Herbst in die Brilon-Arkaden umzog, steht das Gebäude an der Gartenstraße leer.

Wie Wilfried Stockebrand, Geschäftsführer der Brilon Wirtschaft und Tourismus GmbH, auf Nachfrage des SauerlandKurier berichtet, führt die zuständige Immobiliengesellschaft derzeit Gespräche und Verhandlungen über eine Neuvermietung des Objektes. Zur Identität des Interessenten und über die Zeitschiene habe sich die Immobiliengesellschaft nicht äußern wollen. Gerüchte, wonach es sich um ein Bettenlager handeln soll, bleiben unbestätigt.

Denn wer auf einen neuen Lebensmittelanbieter hofft, der wird enttäuscht. "Es gibt vertragliche Regelungen zwischen dem Eigentümer und dem Pächter, dass ein Neumieter ausgeschlossen ist, der Lebensmittel anbietet", erklärt Stockebrand. Solche Sperrverträge seien in der Branche üblich. Dirk Jahns, Expansionsleiter der Rewe-Dortmund — Muttergesellschaft von Kaufpark und Hauptmieter — bestätigte, dass der Vertrag bis 2016 laufe. Nach dem heutigen Stand sehe es so aus, dass an der Gartenstraße bis dahin kein anderer Lebensmittelmarkt ansiedeln werde. "Das würde unseren neuen Standort beeinträchtigen. Wir wollen daher keinem Mitbewerber den Weg bereiten", so Jahns.

Der BWT ist an einer schnellen Neuvermietung gelegen, um Leerstände zu vermeiden. Direkte Anfragen für das Objekt an der Gartenstraße seien bei der BWT nicht eingegangen, sagte Stockebrand. Auf seinem Schreibtisch waren 2008 drei allgemeine Anfragen für eine Einzelhandelsfläche in Brilon gelandet, die für das ehemalige Kaufpark-Gebäude geeignet gewesen, aber nicht zum Tragen gekommen wären. "Wir können nur diese Anfragen vermitteln", so der BWT-Leiter. Die wirtschaftliche Situation sei nicht so, dass Interessenten Schlange stünden.

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