Waldreiche Städte im Austausch

Klimawandel und Waldwirtschaft: Delegation aus Japan informiert sich bei Besuch in Brilon

Die Delegation aus Japan pflanzte bei ihrem Besuch in Brilon 50 Douglasien im Bürgerwald.

Brilon – Zu einem dreitägigen Aufenthalt in Brilon begrüßte Bürgermeister Dr. Christof Bartsch eine zehnköpfige Gruppe aus der Stadt Nose (Japan) in Brilon. Nose liegt nahe Osaka, hat knapp 10.000 Einwohner und ist wie Brilon eine waldreiche Stadt im ländlichen Raum.

Das besondere Interesse der von Bürgermeister Uemori Kazushige angeführten Delegation galt Fragen der nachhaltigen und dem Klimawandel angepassten Waldwirtschaft sowie der erneuerbaren Energieerzeugung, insbesondere dem Wertstoff Holz als Energieträger. Forstbetriebsleiter Dr. Gerrit Bub und der Abteilungsleiter Technik der Stadtwerke Brilon, Christian Finger, hatten viele Fragen zu beantworten. Aber auch darüber hinaus ergab sich ein interessanter Austausch über unterschiedlichste kommunale Fragen. Eine Rundreise, in deren Rahmen auch 50 Douglasien im Bürgerwald gepflanzt wurden, vermittelte den japanischen Gästen einen Eindruck von Brilon und seinen Dörfern. 

Vorstellung der Schulen und Schulsysteme

Zur japanischen Delegation gehörten zwei Lehrer und vier Schüler der Nose High School, die im Gymnasium Petrinum gastfreundlich empfangen wurden. Die wechselseitige Vorstellung der Schulen und der Schulsysteme sowie der Besuch von Unterricht waren für die Schüler besondere Erfahrungen. Die Briloner Schüler präsentierten die Projekte, die im Rahmen der Nachhaltigkeit und Umwelterziehung am Gymnasium Petrinum durchgeführt werden, im Gegenzug führten die japanischen Schüler ein original japanisches Puppenspiel vor. Ein gemeinsamer Workshop beendete das Schulprogramm. 

Initiiert war das Treffen vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW, das ein großes Interesse an der Ausweitung kommunaler und schulischer Kontakte zwischen dem Land NRW und Japan hat. Der für Waldbau, Klimawandel im Wald und Waldwirtschaft zuständige Ministerialrat Dr. Rainer Joosten und der für internationale Beziehungen zuständige Ministerialrat Dr. Wolf überbrachten die Grüße der Ministerin Ursula Heinen-Esser.

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