„Operation am offenen Herzen“

Krankenhaus Maria-Hilf in Brilon eröffnet neugestaltete Station

+
Das Krankenhauspersonal freute sich darauf, die neu gestalteten Stationsräume offiziell zu eröffnen

Brilon. Die „Operation am offenen Herzen“ ist geglückt – so bezeichnete das Krankenhauspersonal die ersten Phase der richtungsweisenden Sanierungsarbeiten im Städtischen Krankenhaus Maria-Hilf in Brilon, die während des laufenden Krankenhausbetriebs durchgeführt werden musste. Jetzt wurde die sanierte Station 1.2 offiziell in Betrieb genommen.

Von der Idee zur zukunftsorientierten Neustrukturierung der Pflege im Bettenhaus des Briloner Krankenhauses bis zur Fertigstellung des ersten wichtigen Sanierungsmeilensteines dauerte es knapp ein Jahr. Dabei standen die Patienten und das Personal von Beginn an im Mittelpunkt der Überlegungen der Verantwortlichen. Die vorhandenen Dreibettzimmer wurden in sieben Zweibettzimmer umgebaut. 

Sanierung bringt Vorteile für das Personal

Da die Zimmer jetzt auch mit Bad und WC ausgestattet sind, musste ein Patientenbett weichen. Auch ein behindertengerechtes Adipositas-Zimmer befindet sich jetzt in der sanierten Station 1.2. Die restlichen acht Patientenräume der Station werden nun in einem zweiten Schritt ebenfalls auf die gleiche Weise saniert. Die Fertigstellung soll etwa drei Monate dauern und Ende Mai abgeschlossen sein. Der Umzug der Patienten aus den alten Patientenräumen in die frisch renovierten Räume der Station 1.2 soll in der kommenden Woche stattfinden. 

Pflegedienstleiter Thomas Pape (2.v.r.) kann mit seinen Kollegen ab jetzt das neue, geräumige und zentral gelegene Pflegedienstzimmer in der ersten Etage nutzen.

Für das Krankenhauspersonal bringt die jetzt fertiggestellte Teil-Baumaßnahme mit der Neuorganisation der Räume „Pflegedienstplatz“, „Arbeitsraum rein“ und „Personalaufenthalt“ auch nur Vorteile. Im Gegensatz zur alten Baustruktur wurde die Lage dieser Räume innerhalb der Station zentralisiert, wodurch kurze Dienstwege entstehen und effektiver gearbeitet werden kann. 

Umbau der anderen Stationen bis 2022

„Das Personal musste vorher weit laufen“, sagte Architekt Jens Göllner bei der Einweihung der neuen Station. „Jetzt ist alles an einem zentralen Platz.“ Bis 2022 sollen auch noch die anderen Stationen auf den weiteren Etagen ähnlich saniert und neustrukturiert werden. Die Stadt Brilon hat für die Gesamtbaumaßnahmen 8 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. 5,6 Millionen Euro sind davon bereits verplant.

Als Vorbedingung für zukünftige Baumaßnahmen wurden im ersten Bauabschnitt bereits alle sechs „Unreinräume“ in allen Geschossen vorzeitig saniert. Zusätzlich fand unter anderem die Erneuerung der Installationen im Erdgeschoss und eine energetische Sanierung der Fassade statt. „Patienten und Personal mussten viel aushalten“, sagte Sonja Drum, Geschäftsführerin des Krankenhauses. „Wir sind froh, dass alles so gut geklappt hat.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare