Dreiwöchige Vollsperrung

Kürzer als befürchtet: Straßen.NRW klärt über Sperrung der Ortsdurchfahrt Brilon-Wald auf

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Die geplanten Baumaßnahmen an der B251 erfordern eine dreiwöchige Vollsperrung.

Brilon-Wald/Olsberg. Meldungen über die geplante Baumaßnahme an der B251 mit einer Vollsperrung in der Ortsdurchfahrt Brilon-Wald heizten die Gemüter auf. Grund dafür waren jedoch falsche in Umlauf befindliche Zahlen. Straßen.NRW stellte jetzt in einer Informationsveranstaltung im Bürgerhaus „Alte Schule“ den aktuellen Stand der Planung vor und räumte mit einigen Missverständnissen auf.

Gut 100 Bürger aus Brilon-Wald und den Nachbarorten Gudenhagen-Petersborn, Willingen und Elleringhausen waren der Einladung zu der von Ortsvorsteherin Ariane Drilling mitorganisierten Veranstaltung gefolgt. „Es wird keine sechsmonatige Sperrung geben wie berichtet wurde, sondern ‚nur‘ eine dreiwöchige Vollsperrung“, erklärte Projektleiter Raimund Köster. 

Beginn Mitte Juni

Ursprünglich war eine weitere Baumaßnahme an der Bundesstraße in Höhe des Restaurants van Soest im Gespräch. Diese ist aber vorerst zurückgestellt, da sich die Bauzeit bei parallellaufenden Arbeiten unverhältnismäßig erhöhen würde. Hier hatte Straßen.NRW erst eine Bauzeit von vier Monaten vorgestellt, den Plan jedoch nach Gesprächen mit der Stadtverwaltung Brilon wieder verworfen. Christian Gehle, zuständig für Ausschreibung und Vertragsbegleitung, definierte den vorläufigen zeitlichen Ablauf: „Die Arbeiten sollen Mitte Juni mit einer halbseitigen Sperre und Ampelreglung beginnen, Mitte Juli mit dem Ferienstart in NRW wird dann voraussichtlich für drei Wochen die Ortsdurchfahrt komplett gesperrt.“

Den Sorgen der Anwohner, die bei der letzten Baumaßnahme der Bahn schlechte Erfahrung mit versprochener und tatsächlicher Bauzeit sammelten, entgegnete Raimund Köster mit der Bitte um Vertrauen: „Die von uns vorgegebene Termine sind von den Baufirmen zwingend und ohne Toleranz einzuhalten. Unter Einhaltung der gesetzlichen Regelungen ist eine tägliche Arbeitszeit von neun bis zehn Stunden sowie Samstagsarbeit vorgesehen. Ruhezeiten können entstehen, wenn zum Beispiel Asphalt aushärten muss. Auf Nachtarbeit wird wegen der Lärmbelästigung verzichtet.“ 

Die Vollsperrung ist aus Sicherheitsgründen notwendig, wenn größere Maschinen im Einsatz sind. Geplant sind zwei Abschnitte: Der erste Teil beginnt an der Brücke über die Bahnstrecke am ehemaligen Gelände von Chemviron und geht bis zum Güterschuppen/ehemalige Metzgerei Menke, die zweite Teilstrecke von dort bis hinter das Viadukt Richtung Brilon. 

„Die Aufteilung der drei Wochen kann sich zwar zwischen den beiden Abschnitten verschieben, wird aber auf keinen Fall länger dauern“, versprachen die Mitarbeiter von Straßen.NRW und beruhigten die Anwohner: „Rettungsfahrzeuge können in Notfällen durch die Baustelle fahren, wenn Schäden entstehen, müssen die Firmen diese wieder ausbessern.“ 

Umleitung über Olsberg

Ein Wermutstropfen bleibt bei der Müllentsorgung. Hier müssen die Anwohner Ihre Tonnen und gelben Säcke im ersten Bauabschnitt bis an die Brücke und im zweiten Abschnitt zur Sammelstelle in der Nähe des Güterschuppens bringen. Einer Seniorin, die sich dafür nicht in der Lage sieht, versprach der Projektleiter „Wir helfen Ihnen“. Für Gewerbetreibende steht Straßen.NRW ebenfalls zu Gesprächen bereit, um Lösungen zu finden. 

Die rund 30 Kilometer lange Umleitungsstrecke über Olsberg, die Umgehungsstraße B480, Antfeld, Brilon ist mit der Verwaltung in Olsberg abgesprochen und überschneidet sich nicht mit Arbeiten an der Hüttenstraße in Olsberg, diese sollen nicht mehr in 2019 stattfinden. Die Restarbeiten am Olsberger Kreisverkehr müssen dagegen bis zum Baubeginn in Brilon-Wald fertig gestellt sein. Da die Stadtwerke im Rahmen der Fahrbahnerneuerung die Erneuerung der Wasserleitungen planen, kommt es insgesamt über acht Wochen zu Behinderungen. Projektleiter Raimund Köster freute sich über den Dank einer Anwohnerin: „Dafür bekommen wir eine ganz neue Straße.“ 

In einer weiteren Informationsveranstaltung möchte Straßen.NRW tagesgenaue Pläne bekannt geben, sobald die Verträge mit den Unternehmen stehen.

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