Im Gespräch mit Politikern

Landtagskandidaten stellen in Brilon sich den Fragen von Jugendlichen

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Sechs Politiker diskutierten in der Sparkasse Brilon mit interessierten Jugendlichen über aktuelle politische Themen.

Brilon. In knapp zwei Wochen hat NRW die Wahl. Viele jugendliche Erstwähler stellen sich jetzt die Frage, wen sie wählen sollen und welche Ziele die einzelnen Parteien eigentlich haben. Um diese Frage zu beantworten, hat das Briloner Jugendparlament eine Podiumsdiskussion in der Sparkasse veranstaltet. Viele nutzten die Chance, ihre Fragen loszuwerden und einmal mit den Politikern ins Gespräch zu kommen.

Als Teilnehmer saßen die Landtagskandidaten Matthias Kerkhoff (CDU), Peter Newiger (SPD), Dr. Jobst Köhne (FDP), Reinhard Prange (Linke), Daniel Wagner (Piraten) sowie die Kreisvorsitzende und Bundestagskandidatin der Grünen, Annika Neumeister auf dem Podium. 

Das erste Themenfeld beschäftigte sich mit der Politikverdrossenheit junger Menschen. Peter Newiger sagte hierzu, dass Wählen eine Möglichkeit sei, die Zukunft selbst mitgestalten zu können. Das Gefühl, dass die Politik nur an den Leuten vorbei passiere, begründete Annika Neumeister damit, dass diese Politik für viele sehr weit weg und so oft nicht greifbar sei. Genauso wie Reinhard Prange appellierte sie an die Jugendlichen, sich politisch zu engagieren, zum Beispiel in einer Organisation wie dem Jugendparlament. Matthias Kerkhoff nannte noch einen anderen Grund: Die besprochenen Themen seien „oft komplex und wenig sexy“.Dadurch fühlten sich die Menschen dadurch auch nicht angesprochen. Trotzdem betonte er auch, dass es viele Jugendliche gäbe, die sich interessieren und dieses auch sehr wichtig sei. 

"Ein Anschlag auf die Chancen junger Menschen"

Auch der Aspekt eines Wahlrechtes ab 16 Jahren wurde diskutiert. FDP und CDU waren der Meinung, dass das Wahlrecht mit der Volljährigkeit verbunden sein sollte. Die SPD und die Piraten sprachen sich allerdings für ein Wahlrecht ab 16 aus, gerade um die jungen Leute anzusprechen. 

Das zweite große Themenfeld war die Bildung in NRW. Hierbei waren sich alle einig, dass der Unterrichtsausfall in den Schulen ein großes Problem sei. „In dieser Dimension, wie wir ihn hier haben, ist der Ausfall ein Anschlag auf die Chancen junger Menschen“, meinte Peter Newiger. Um diesen zu bekämpfen, forderten die einzelnen Parteien, mehr Lehrer an den Schulen einzustellen. 

Außerdem wurde darüber gesprochen, dass die Lehrer bestens ausgebildet sein müssten. Hierzu gehörten auch Fortbildungen, für die mehr Geld zur Verfügung stehen müsse. So müssen die Lehrer auch mit der neuen Technik („Smart Boards“) vertraut gemacht werden. Dieses war auch ein anderer Diskussionspunkt, denn die technische Ausstattung der Schulen sei oft nicht gut. Diese müsse auch auf der digitalen Ebene verbessert werden.

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