„Lebenswerte Projekte“

Leader-Programme unterstützen die ehrenamtliche Arbeit

+
Der Mehrgenerationenspielplatz im Briloner Kurpark ist eins der vielen erfolgreichen Leader-Projekte. Zurecht stolz darauf wählten (von links) Rüdiger Strenger BWT und Leader-Region Vorstandsmitglied, Lukas Wittmann (CDU Brilon), Nathalie Tent und Hannah Kath, Leader-Regionalmanagerinnen, Europa-Abgeordneter Dr. Peter Liese, Sophia Böddicker und Jan Hilkenbach (JU Brilon) sowie Ulrike Platner-Mühlenbein und Cordula Rosenbau (CDU Brilon) diesen als Fotomotiv bei dem Pressegespräch. 

Brilon/Hochsauerland. „EU-Mittel helfen unsere Heimat noch schöner zu machen“, das hob der heimische Europa-Abgeordnete Dr. Peter Liese kürzlich bei einem Pressegespräch im Landgasthof Gruß am Rande des Waldfeenpfades in Brilon, einem der umgesetzten Leader-Projekte „Stadt-Wald-Leben“ hervor.

„Das Erfolgskonzept entwickelt sich immer weiter und Südwestfalen zählt fast komplett zur Leader-Region“, betonte Dr. Peter Liese. Aus dem Förderprogramm der Europäischen Union werden seitdem Jahr 2007 vor allem Projekte zur Verschönerung der Dörfer im ländlichen Raum aber auch die Weiterentwicklung im wirtschaftlichen und kulturellen Bereich finanziell unterstützt.

Waldfeenpfad und Haus Hövener

Die Projekte werden vonden zahlreichen Ehrenamtlichen vorgeschlagen und von der EU finanziert. In der Hansestadt Brilon beispielsweise zählen neben dem Waldfeenpfad auch der Mehrgenerationenspielplatz im Kurpark, der Skaterpark am Sportzentrum, das Stadtmuseum Haus Hövener oder die Dinosaurierfundstelle in Nehden dazu. Wichtig ist den Verantwortlichen dabei, dass es zwischen den Städten und Gemeinden keine Konkurrenzgedanken gibt, sondern auch grenzüberschreitende Projekte gefördert werden.

„Der Charme von Leader liegt in der kommunalen Zusammenarbeit,“ unterstrich Nathalie Tent, Regionalmanagerin der Leader-Region „4 mitten im Sauerland“, und ihre Kollegin Hannah Kath, Regionalmanagerin von der Leader Region Hochsauerland erklärte weiter: „43 Projekte sind im aktuellen Förderzeitraum gefördert und zum großen Teil umgesetzt. Dazu zählen auch Jugendkulturprojekte in der gesamten Region, an der alle Städte mitmachen.“

Als Beispiel nannte Rüdiger Strenger von der BWT und gleichzeitig Vorstandsmitglied der Leader Region: „Die Ausbildungsmesse Top Nachwuchs gehört mit zum Förderprogramm und ist seit Jahren sehr erfolgreich aufgestellt.“ Dies bekräftigte auch Jan Hilkenbach vom Vorstand der Jungen Union Brilon: „Die Projekte sind lebenswert, besonders für die Jugend. Europa ist nicht nur Struktur und Bürokratismus, sondern durch Leader greifbar und erlebbar.“

„Riesenchance für ländliche Region“

Der finanzielle Rahmen der Fördermöglichkeiten und die damit einhergehende regionale wirtschaftliche Auswirkung ist dabei beachtlich. Das Fördervolumen von 2,7 Millionen Euro für die Leader-Region Hochsauerland und 2,3 Millionen für die Leader-Region „4 mitten im Sauerland“ trägt 65 Prozent der jeweiligen Projektkosten.

Die restlichen 35 Prozent müssen schließlich von den Projektträgern selbst aufgebracht werden. Derzeit stehen noch weitere 150.000 Euro für den aktuellen Förderzeitraum, der noch bis Ende 2020 läuft, zur Verfügung. Diese Summe kann noch für weitere interessante Projekte abgerufen werden.

Ergänzend wies Dr. Peter Liese darauf hin: „Man bekommt nicht nur Geld sondern auch Personal zur Unterstützung der vielen Ehrenamtlichen durch die Regionalmanager.“ Mit ihrer Kompetenz fänden sich Wege an dem Förderprogramm teilhaben zu können. Manchmal könne dies auch durch Verknüpfung und Erweiterung des Grundgedankens mit dazu passenden Projekten ablaufen, die dann in der Gesamtheit eine Förderung ermöglichen. „

Wenn man Europa bürgernah machen will, dann geht das durch so etwas wie Leader. Es ist eine Riesenchance für die ländlichen Region“, betonte Dr. Peter Liese ausdrücklich zum Abschluss der Veranstaltung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare