„Schritt unumgänglich“

Lhoist stellt Brennbetrieb am Kalkwerk Messinghausen vorläufig ein

Die in Messinghausen hergestellten Kalkprodukte werden künftig an einem anderen Lhoist-Standort produziert.
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Die in Messinghausen hergestellten Kalkprodukte werden künftig an einem anderen Lhoist-Standort produziert.

Messinghausen – Die Lhoist Rheinkalk GmbH beabsichtigt an ihrem Standort Messinghausen die vorläufige Außerbetriebnahme des Brennbetriebes sowie der Hydratanlage.

In diesen Betriebseinheiten werden gebrannte Kalkprodukte hergestellt, die beispielsweise im Umweltschutz und in der Bauwirtschaft ihre Anwendung finden. Die dort anfallenden Mengen sollen zukünftig an anderen Lhoist-Standorten produziert werden. Der Betrieb des Steinbruchs und der Kalksteinmahlanlagen sind von den geplanten Maßnahmen nicht betroffen. 

„Ein solcher Schritt fällt uns nicht leicht, er ist jedoch aufgrund der wirtschaftlichen Situation unumgänglich“, sagte Dr. Philipp Niemann, Geschäftsführer von Lhoist Germany. So sei dieser Schritt eine notwendige Konsequenz aus sich verändernden Absatzmärkten in der Kalkindustrie.

Kalkwerk Messinghausen: 60 Mitarbeiter

„Stetig sinkende Verkaufsmengen, gerade im Branntkalkbereich, stehen deutlich gestiegenen Produktionskosten gegenüber“, erklärte Thomas Perterer, Vice President Operations bei Lhoist Germany. Nur durch eine gezielte Bündelung der Produktionsmengen könne eine wirtschaftliche Auslastung der Anlagen gewährleistet werden. „Um uns im Wettbewerb zukunftsfähig aufzustellen, müssen wir unsere Effizienz steigern“, so Perterer weiter. 

In den kommenden Wochen wird Lhoist weitergehende Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern aufnehmen. In Messinghausen sind derzeit rund 60 Mitarbeiter beschäftigt. Der Standort wurde im Jahr 1896 gegründet und verfügt über ein qualitativ hochwertiges Kalksteinvorkommen. Hier werden gebrannte und ungebrannte Kalksteinprodukte sowie Splitte hergestellt.

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