Luther-Schule schließt

Das Defizit der Stadt Brilon werde im laufenden Jahr von sechs auf zehn Millionen Euro steigen, weil die Gewerbesteuer von 14 auf zehn Millionen Euro zurückgehe, berichtete Stadtkämmerer Klaus Hülsenbeck den aktuellen Stand vor der jüngsten Ratssitzung gegenüber dem SauerlandKurier . In der Ratssitzung standen einmal mehr die Zukunft der Martin-Luther-Schule und ferner die Verkehrssituation in Alme auf der Tagesordnung.

Die Martin-Luther-Schule wird ab kommendem Schuljahr endgültig geschlossen. Bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung beschloss der Briloner Rat die Aufgabe des Teilstandortes des Grundschulverbundes Hoppecke.

Erhebliche Lärmbelästigung für die Anwohner, "massive Einbußen" für die Geschäfte: Rita Voigt (CDU) kritisierte die Bauarbeiten an der Unteren Bahnhofstraße in Alme, die den Ort in zwei Teile spaltet, weil es die einzige offizielle Verbindungsstraße zwischen Ober- und Unteralme ist. Mögliche Umleitungen führte Beigeordneter Reinhard Sommer auf: Die Zufahrt über den Speckwinkel sei inzwischen möglich und die Straße zum Sportplatz werde geschottert — beide Wege führen zur B480. Die Maßnahme werde nicht ein Jahr dauern, sondern wohl nur bis zum Winter mit Abschlussarbeiten im Frühjahr 2010. Stadtbaudirektor Johannes Nolte ergänzte, die Fabrikstraße werde für den Straßenverkehr geöffnet.

Bereits vergangene Woche stellte der Briloner Hauptausschuss 24.000 Euro für Ingenieurleistungen für Planungen am Bahnhof Brilon mit großer Mehrheit bereit. Bei einem möglichen Bahnanschluss 2011, den der Zweckverband Ruhr-Lippe (ZRL) beschließen muss, soll der Bahnsteig mit einem neuen Busbahnhof kombiniert werden, der näher an der Firma Lüke liegen würde. Die jetzige Straße würden ein Schwenk machen. Weitere Parkplätze kämen hinzu. Die Kosten für den Straßenbau bezifferte Nolte auf 550.000 Euro.

Hinzu kämen Kosten für Überdachungen und eine Brücke, die zu den Brilon Arkaden führen soll. Alle Kosten würden mit 75 Prozent durch den ZRL gefördert. Im bisherigen Güterschuppen und im geplanten Juraturm wollen sich Rechtsanwälte, Steuerberater samt Schulungszentrum niederlassen. (SauerlandKurier berichtete).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare