"Ein  Motor für die Wirtschaft und das kulturelle Leben"

Dr. Marc Zoellner referiert beim Neujahrsempfang des Wirtschaftsclubs

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Der Neujahrsempfang bot wieder viele Möglichkeiten zum ungezwungenen Austausch. So auch für Peters Stickel (Ehrenvorsitzender), Alexander Mielke (Stellvertretender Vorsitzender), Claus Zoellner, Stefan Scholz (Geschäftsführer), Dr. Marc Zoellner (Referent), Eckhard Lohmann (Vorsitzender) und Claudia Rudolph (Schatzmeisterin). 

Brilon. Die Situation in Deutschland nach den Vorfällen in der Silvesternacht und wie dies im Ausland bewertet wird bildete den Schwerpunkt des Referenten Dr. Marc Zoellner, Geschäftsführender Gesellschafter der Akkumulatorenwerke Hoppecke, seit vielen Jahren Mitglied im Bundesvorstand des CDU-Wirtschaftsrates und langjähriges Mitglied im Wirtschaftsclub Hochsauerland, beim Neujahrsempfang des Wirtschaftsclub Hochsauerland.

Zuvor hielt der Vorsitzende Eckhard Lohmann in seiner Begrüßungsrede eine kleine Rückschau auf die vergangenen Jahre. „Seit 25 Jahren ist dieser Neujahrsempfang ein Treffen mit Leuten der hiesigen Wirtschaft. Ein Motor nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für das kulturelle Leben. Wir können nach wie vor einen starken Zuwachs im Wirtschaftsclub verzeichnen.“

Zu den vielen Gästen hatten sich die Bürgermeister von Brilon, Marsberg, Olsberg und Hallenberg sowie heimische Abgeordnete aus Landtag und Bundestag eingefunden.

In seinem Referat zeigte Dr. Marc Zoellner mahnend die derzeitige Situation in Deutschland auf. Nicht nur aus der heimischen Sicht, sondern auch aus Erfahrungen und Meinungen, die er bei den kürzlichen Besuchen der Zweigniederlassungen in China und den USA hautnah erlebt hat. Die chinesische Rechtsauffassung und Umsetzung sicher kritisch betrachtend, zeigte er auf, dass in den Medien, bei den Kunden und den eigenen Mitarbeitern in den beispielhaft aufgeführten Ländern völliges Unverständnis darüber herrscht, dass der deutsche Rechtsstaat vor den Vorkommnissen scheinbar kapituliert. „Seit Köln müssen wir zweifeln, ob der Staat noch in der Lage ist, die Sicherheit zu gewährleisten,“ so Dr. Zoellner: „Durch fehlende Kontrollen außerhalb der Bereiche des Schengener Abkommens können Menschen innerhalb der Bereiche ohne Überprüfung einreisen.“ Vehement stellte er in seinem Statement dar: „Eine Integration ohne die Schaffung einer Identität und Anerkennung unserer abendländischen Kultur kann nicht funktionieren.“ Mit Sorge sieht er, dass sich daraus eine echte Krise entwickeln könnte.

„Einfach zurückdrehen kann man das nicht. Die Frage ist jetzt, wie handelt der Staat, was wird er unternehmen,“ so Zoellner und zeigte Parallelen auf, wie in Firmen zu reagieren sei: „In einem Unternehmen würde ein Krisenstab gebildet, in dem lösungsorientierte Gespräche stattfinden.“ Besonders in Richtung Politik gab er zu verstehen: „Symbolhaftes Handeln schafft Klarheit. “ Auch mahnte er weiter an: „Unsere Grundwerte müssen hier geteilt werden. Wir wollen keine Parallelgesellschaften.“

Dass es mit der Integration gut funktionieren kann, zeigte er an Beispielen im Werk Hoppecke, in dem über 50 Mitarbeiter anderer Kulturkreise problemlos miteinander arbeiten. Oder dem Werk in den USA, in dem sich der Mitarbeiterstab aus bunt zusammengewürfelten Nationen zusammensetzt und sich mit dem Familienunternehmen Hoppecke identifiziert.

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