Massenschlägerei am Markt

Nicht so friedlich verlief das Schützenfest in Brilon, wie die Polizei mitteilt. Mehrere Körperverletzungen, darunter eine Massenschlägerei am Markt, riefen die Beamten auf den Plan.

Der Auftakt: Ein Elfjähriger wurde am frühen Dienstagabend von einem 14-jährigen Briloner verletzt. Ausgangspunkt der Auseinandersetzung war die Fahrt im Autoscooter. Der Tatverdächtigte hatte sich aufgeregt, dass es zu einer Kollision zwischen seinem Autoscooter-Wagen und dem des Elfjährigen gekommen war. Nach der Fahrt schlug der Jugendliche zu und der Elfjährige ging zu Boden. Als er wieder aufstehen wollte, erhielt er einen Stoß mit dem Knie in sein Gesicht und einen Tritt. Das Opfer kam zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus.

Ein weiterer Streit am Autoscooter mündete in eine Schlägerei mit Schwerverletzten. Zwei junge Männer (14 und 17 Jahre aus Brilon) stritten mit zwei Mädchen (beide 15 Jahre aus Brilon und Duisburg), was in einer körperlichen Auseinandersetzung eskalierte. Der 50-jährige Vater der Jungs ging dazwischen. Dies wiederum bewegte Umstehende dazu, auf den Vater loszugehen. Die beiden Mädchen, die beiden Söhne und der Vater wurden zum Teil schwer verletzt. Die Täter, die auf den Vater einschlugen, wurden an diesem Abend ein weiteres Mal auffällig.

Schläge mit Holzgewehren

Mit dabei waren sie bei einer Massenschlägerei mit mindestens 20 Personen, zu der die Polizei um 22.20 Uhr zum Briloner Markt gerufen wurde. Bei Eintreffen schlug sich niemand mehr. Zwei junge Erwachsene im Alter von 18 und 19 Jahren und ein 15-jähriger Jugendlicher waren jedoch so schwer verletzt, dass sie nach einer Erstversorgung durch die Polizeibeamten mit Rettungswagen ins Briloner Krankenhaus kamen. Sie hatten mit Holzgewehren Schläge gegen Kopf und Oberkörper erhalten. Zwei Gruppen, darunter auch Jungschützen in weißer Uniform und mit Holzgewehren unterwegs, waren zuvor verbal aneinander geraten, so die Polizei. Im weiteren Verlauf war es zu massiven, zum Teil gefährlichen Körperverletzungen gekommen. Angehörige der anderen Gruppe hatten den Jungschützen teilweise die Gewehre aus den Händen gerissen und sie damit zusammengeschlagen, heißt es im Polizeibericht. Ein junger Erwachsener war so schwer getroffen worden, dass er kurzfristig bewusstlos war. Die Polizei stellte die Personalien der meisten Beteiligten fest. Zwei Schläger verhielten sich gegenüber den eingesetzten Polizeibeamten so aggressiv, dass sie zur Personalienfeststellung mit zur Briloner Wache mussten. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

Erfreulicher dagegen die Bilanz der Briloner Schnade. Wenn 5000 Mannsleute sich auf den Weg machen, die Briloner Grenzen abzuschreiten, haben im Vorfeld die Organisatoren und Helfer viel geplant, damit jeder ungetrübt dieses Ereignis genießen kann. Die 15 Einsatzkräfte des DRK-Brilon haben an 18 Stationen und am Lagerplatz bereit gestanden für Notfälle, die es nicht häufig gegeben hat. Kleinere Wunden und einige Blasen wurden bei den 24 Hilfeleistungen während der Schnade versorgt.

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