„Visionen für eine erfolgreiche Zukunft entwickeln“

Matthias Kerkhoff zu Gast beim Neujahrsempfang des Wirtschaftsclubs

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Vorstand und Ehrengäste kamen am Sonntag zum Neujahrsempfang des Wirtschaftsclubs Hochsauerland nach Brilon.

Brilon/Hochsauerland. „Ländlicher Raum ist nicht gleich ländlicher Raum,“ unterstrich der heimische Landtagsabgeordnete Matthias Kerkhoff bei seiner Festrede beim Neujahrsempfang des Wirtschaftsclubs Hochsauerland: „Hier bei uns in NRW sind die ländlichen Regionen die Boom-Regionen. Sie sind als Unternehmer die Verursacher dieses Booms, der seine Grenzen bisweilen dann findet, wenn die notwendigen Fachkräfte nicht zu finden sind .“

Über 200 Mitglieder und deren Angehörige hatten sich am Sonntag zum traditionellen Neujahrsempfang im Hotel Am Wallgraben in Brilon eingefunden, um gemeinsam auf ein erfolgreiches Wirtschaftsjahr 2018 anzustoßen. Bei den Erfolgen, die die heimischen Unternehmen vorweisen können, hob der Vorsitzende Eckhard Lohmann bei seiner Begrüßung die damit einhergehende Relevanz für das gesellschaftliche Leben in der Stadt und seinen Dörfern hervor: „Grundvoraussetzung ist eine funktionierende und erfolgreiche Wirtschaft, um die damit verbundenen gesellschaftlichen Verpflichtungen zu erfüllen.“

Wie sehr die regionale Wirtschaft mit der Weltwirtschaft und der Weltpolitik einhergeht, machte Matthias Kerkhoff in seiner mit viel Applaus und positiven Feedback honorierten Festansprache deutlich. „Die weltpolitische und wirtschaftliche Entwicklung beispielsweise der Großmächte USA und China sind Auftrag an uns Europäer, unsere Interessen in der Welt gemeinsam zu definieren und wahrzunehmen.“ Dazu führte er weiter an: „Es geht um ein Europa, das im Großen wirksam ist, aber im Kleinen immer noch genügend Freiräume lässt.“

Die Unternehmer rief er dabei auf, Visionen zu entwickeln und für eine erfolgreiche Zukunft selbst beizutragen: „Wir können uns darauf verlassen, denn wenn wir die Vergangenheit beobachten, können wir sicher sein, dass wir die Herausforderungen schaffen werden.“

Um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein, sah der Politiker eine moderne Infrastruktur sowohl an Verkehrswegen als auch besonders der Datenübertragung als überlebensnotwendig an. „Bedarfsgerechte Ausweisungen von Gewerbeflächen, über die Kommunen selbst bestimmen können, sind zwingend erforderlich. Wichtig für eine florierende Wirtschaft ist eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur und eine Breitbandversorgung. Gewerbebetriebe sind nicht nur in der Innenstadt, sondern bis an die Ränder der Dörfer angesiedelt. Wir brauchen den Weg der produzierenden Betriebe in die digitalisierte Welt. Dies sind die Prozesse, die wir als Industrie 4.0 bezeichnen.“ Als besonders wichtig gab er den Unternehmern in diesem Zusammenhang die Qualifikation ihrer Mitarbeiter mit auf den Weg. Einhergehend mit dem Hinweis auf die latent wirkende Gefahr der mit der Digitalisierung immer größer und gefährlicher werdende Cyberkriminalität, die auch die heimischen Unternehmen betreffen kann.

Klare, von Unmut begleitete Worte, gab der Landtagsabgeordnete in Richtung Bundespolitik ab, nach mehr als 100 Tagen nach der Wahl immer noch nicht klar zu haben, wer Deutschland regieren soll: „Mich wundert es etwas, wie wenig Begeisterung es gibt, unser Land zu regieren, weil ich finde, dass wir ein tolles Land sind.“

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