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Mehrere tausend Schnadebrüder schritten die Grenze bei Altenbüren ab

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Von: Manfred Eigner

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„Dreimal gegen den Stein mit dem Gesäß, weil er den Grenzstein sonst vergäß“ – Beim traditionellen „Stutzäsen“ werden Schnadeneulinge und Buiterlinge zu echten Brilonern. Foto: Manfred Eigner
„Dreimal gegen den Stein mit dem Gesäß, weil er den Grenzstein sonst vergäß“ – Beim traditionellen „Stutzäsen“ werden Schnadeneulinge und Buiterlinge zu echten Brilonern. © Manfred Eigner

Brilon. „Schnade ist ein Stück Heimat“, betonte Brilons Bürgermeister Dr. Christof Bartsch in seiner Begrüßungsrede anlässlich des 628. Grenzbegangs. Dieses Jahr war die „Altenbürener Schnade“ an der Reihe – 26 Kilometer lang und von den mehreren tausend Schnadegängern auf korrekten Verlauf und Sitz der Grenzsteine „kontrolliert“.

Immer ein Fünftel der Briloner Stadtgrenzen werden alle zwei Jahre abgeschritten. Zu dieser aus dem Jahr 1388 stammenden Tradition hatten sich wieder mehrere tausend Teilnehmer eingefunden. „Es ist schon ein besonderes Gefühl, wenn in den frühen Morgenstunden des Schnadetages die Stille der Nacht durch Stimmen, Geräusche von festem Schuhwerk und Hufgetrappel von Pferden, die alle Richtung Marktplatz führen, abgelöst wird“, so Brilons Bürgermeister. 

So hatten sich um 6.30 Uhr auch viele Teilnehmer auf dem fahnengeschmückten Marktplatz eingefunden. Überwiegend Männer, denn der Brauch will, dass nur Männer an der Schnade teilnehmen, bedingt durch die in weit vergangenen Zeiten manchmal auch handgreiflichen Streitigkeiten mit den Nachbargemeinden, um den korrekten Verlauf der Grenze. 

Am Frühstücksplatz „Auf den Pöten“ konnten sich die Schnadegänger nach dem anstrengenden Marsch durch Wald und Feld erholen, ehe nach zweistündiger Rast die nächste Etappe in Angriff genommen wurde. 

Auf dem Lagerplatz „An der Horst“ war am Nachmittag trotz der anstrengenden Strapazen umso mehr Feiern für „Mannslui und Frauleut“ angesagt. 

Nach dem ausgelassenen Fest im Wald zwischen Rixen und Scharfenberg zogen gegen 19 Uhr alle gemeinsam in die Stadt, wo es noch dreimal um den Kump ging, ehe die diesjährige Schnade mit Rückgabe von Schnadebuch und Standarte seinen offiziellen Abschluss fand.

Impressionen vom Frühstücksplatz:

Eindrücke vom Lagerplatz:

Lagerplatz

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