Briloner diskutieren die 30-Stunden-Woche der IG-Metall

Meinung geht auseinander

Wird die Arbeitszeit verkürzung nicht nutzen, Jürgen Albaum aus Brilon.

Viele Eltern haben nicht genug Zeit, um sich um Familie und Arbeit gleichzeitig zu kümmern. Die IG-Metall sieht dieses Problem ebenfalls ein und schlägt vor, die 30-Stunden-Woche für Arbeitnehmer mit Kindern einzuführen.

Wie wird diese Idee von der Bevölkerung aufgenommen? Würden die Briloner diese Reglung unterstützen? Der SauerlandKurier hat sich auf der Straße umgehört. Die Meinungen der Befragten gingen auseinander.

„Flexible Arbeitszeiten für berufstätige Mütter würde ich begrüßen“, sagt Nicole Dresen aus Brilon. „Dadurch hätte ich mehr Zeit für meine Familie.“ Die 45-Jährige würde nach ihrem Erziehungsurlaub gerne mit der von der IG-Metall vorgeschlagenen Reglung weiterarbeiten.

„Eine 30-Stunden-Woche hört sich gut an. Ich bin nur skeptisch, da nur die Gewerkschaftsfirmen von der Regelung betroffen sein werden. Der Mittelstand wird nicht mithalten können“, gibt der 30-jährige Glaser Michael Vockel-Böhner zu bedenken. Er selbst werde die verkürzte Arbeitszeit nicht nutzen können. Vergleichbar ist die Situation für Elisabeth Lürbke, gebürtig aus Madfeld. Die 51-Jährige arbeitet in der Gastronomie und besitzt ein eigenes Gästehaus. „Bei mir gibt es keine geregelten Arbeitszeiten, geschweige denn einen festen Feierabend. Deshalb kann ich mich zur 30-Stunden-Woche gar nicht äußern.“

Gegen die Regung ist der 43-jährige Jürgen Albaum aus Brilon: „Die von der IG-Metall vorgeschlagene Arbeitszeitkürzung werde ich nicht nutzen. Das wird nicht funktionieren. Es gibt zu wenig Produktivität. Ich hätte Angst, dass ich meine Kinder nicht mehr ernähren könnte.“ (Fabian Hegel und Stefanie Reinelt, s.reinelt@sauerlandkurier.de)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare