„Unternehmen bringen eine hohe Begeisterung mit“

„Gelebte Zusammenarbeit“: Minister Pinkwart von Blockchain-Projekt überzeugt

Regionale 2025 Blockchain Supply Chain Andreas Pinkwart überzeugt
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Prof. Dr. Andreas Pinkwart hat sich in Brilon vom Regionale-2025-Projekt Blockchain für die Supply Chain überzeugt. Unternehmen aus Südwestfalen sollen an konkreten Beispielen aus ihrem Alltag erfahren, wie sie die neue Blockchain-Technologie für ihre Lieferketten nutzen können. Vor dem Termin hatten sich alle Teilnehmenden einem Antigen-Schnelltest unterzogen.

Prof. Dr. Andreas Pinkwart, NRW-Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie hat sich in Brilon über das erste geförderte Projekt der Regionale 2025 informiert. Das Vorhaben der Fachhochschule Südwestfalen in Meschede heißt „Blockchain für die Supply Chain“.

Brilon – In dem Projekt geht es darum, mittelständische Unternehmen aus Südwestfalen mit der noch neuen Blockchain-Technologie vertraut zu machen. Sie sollen an konkreten Beispielen aus ihrem Alltag erfahren, wie sie diese für ihre Lieferketten nutzen können.

„Das Projekt der Fachhochschule unterstützt die national und international gut vernetzten Familienunternehmen am starken Wirtschaftsstandort Südwestfalen“, sagte NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart zu dem Projekt der Regionale 2025 anlässlich seines Besuchs bei der Firma Egger in Brilon.

„Tolle Ergänzung“

„Durch den Einsatz der Blockchain-Technologie wird die hohe Innovationskraft der Unternehmen weiter gefördert. Das Projekt ist somit eine tolle Ergänzung zu den nordrhein-westfälischen Initiativen wie dem Blockchain-Reallabor im Rheinischen Revier und Blockchain Europe in Dortmund.“

Egger hat einen der modernsten Betriebe für Holzverarbeitung in Europa und ist engagierter Partner im Projekt „Blockchain für die Supply Chain“ der FH Südwestfalen. Egger prüft den Einsatz der Blockchain-Technologie, um für eine typische Lieferkette maximale Transparenz zu schaffen. Im konkreten Fall wird Holz aus dem Stadtforst Brilon bei Egger verarbeitet, in der Egger Gruppe weiter veredelt und schließlich beim Kunden zu einem Möbelstück verarbeitet.

Künftiges Nachverfolgen möglich

Kauft ein Verbraucher dieses Möbelstück, soll er künftig nachverfolgen können, dass das Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt und entsprechend zertifiziert ist. Diese Rückverfolgbarkeit über die Supply Chain sowie der Nachweis der Holzherkünfte ist für EGGER aktuell sehr zeitaufwändig.

„Die Blockchain-Technologie hilft, diese Prozesse transparent abzubilden und zu vereinfachen. Durch die besonderen Eigenschaften der Blockchain-Technologie sind die Zertifikate fälschungssicher und somit vertrauenswürdig“, erklärten Prof. Dr. Stefan Lier von der FH Südwestfalen und Martin Ansorge, Werksleiter Finanzen/Verwaltung bei Egger.

„Lieferketten der Zukunft“

„Die Blockchain-Technologie für die ‚Lieferketten der Zukunft‘ zu nutzen, trifft auf großes Interesse bei den Unternehmen in Südwestfalen“, betonte Dr. Karl Schneider, Landrat des Hochsauerlandkreises zur Begrüßung. In dem Projekt der Regionale 2025 werden daher verschiedene Lieferketten und Anwendungsbeispiele geprüft – auch aus der Automobilzulieferindustrie und dem Handel. Hier lassen sich beispielsweise Bestellungen, Auftragseingänge, Bestätigungen und andere relevante Informationen innerhalb der Lieferkette einfacher und vertrauenswürdiger abwickeln.

Seit November läuft das Projekt der Regionale 2025. Prof. Dr. Stefan Lier, der das Projekt an der FH Südwestfalen mit seinem Team und der Hochschule Ruhr-West koordiniert, ist bislang sehr zufrieden: „Die Unternehmen bringen eine hohe Begeisterung mit, sind sehr innovationsfreudig und technologieoffen“.

Anwendungsbeirat: Unternehmen werden aktiv informiert

Eine Besonderheit des Projekts: Es gibt einen Anwendungsbeirat. Hier tauschen sich Vertreter aus den beteiligten Unternehmen aus und bekommen externe Unterstützung. Was hier besprochen wird, bleibt aber nicht hinter verschlossenen Türen. Im Gegenteil. „Schon jetzt werden weitere interessierte Unternehmen aktiv informiert. Am Ende des Vorhabens wird es Leitfäden geben, die Firmen aufzeigen, für welche Geschäftsprozesse sich die Blockchain-Technologie in Südwestfalen eignet und wie sie diese in den eigenen Arbeitsalltag übertragen können“, sagte Dr. Stephanie Arens, Leiterin der Regionale 2025 bei der Südwestfalen Agentur.

„Die gezielte und nachhaltige Vernetzung von Hochschule und Wirtschaft bei digitalen Technologien und der zielgerichtete Wissenstransfer in die Region zeigen, wie Zusammenarbeit in Südwestfalen gelebt wird. Das sind die großen Chancen der Regionale 2025“, so Minister Pinkwart abschließend.

Das Projekt „Blockchain für die Supply Chain“ war das erste Vorhaben der Regionale 2025, das drei Sterne erhielt und damit seine Arbeit aufnehmen konnte.

Alle Teilnehmenden hatten sich vor der Veranstaltung einem Antigen-Schnelltest unterzogen.

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