„Eine Saat die aufgeht“

Ministerin Ina Scharrenbach übergibt drei Förderbescheide in Brilon

Ina Scharrenbach Ministerin Brilon Förderbescheide Badcelona Alme
+
Freuen sich über die förderwürdigen Ideen und Projekte (v.li.:) MdL Matthias Kerkhoff, Landrat Dr. Karl Schneider, Ministerin Ina Scharrenbach, Bürgermeister Dr. Christof Bartsch, Winfried Dickel (Stadtmuseum), Rüdiger Sürig (Badcelona), Ariane Drilling (Brilon-Wald).

„Wir können nur das fördern, was Sie an Ideen einbringen“, erklärte Heimatministerin Ina Scharrenbach bei der Übergabe von gleich drei Förderbescheiden im Freibad in Alme. Insgesamt flossen an diesem Tag mehr als eine halbe Million Euro an Fördermitteln nach Brilon: für das Badcelona, für die Schulhofumgestaltung in Brilon-Wald und für das Museum Haus Hövener.

Alme/Brilon/Brilon-Wald – Das Freibad erhielt 125.575,70 Euro aus Mitteln des Investitionspakts Sport für seine Umgestaltung und Modernisierung. „Wir wollen ein barrierefreies Generationen- und Familienbad schaffen“, erläuterte der Erste Vorsitzende des Fördervereins Rüdiger Sürig. Vor allem das Kinderplanschbecken ist marode und soll erneuert werden. Anstelle eines Spatens, bekam die Ministerin deshalb Hammer und Meißel in die Hand gedrückt, um die ersten Kacheln vom Becken zu lösen. Diese wurden anschließend von allen Ehrengästen signiert und werden als Erinnerungstücke ausgestellt.

„Für uns bedeutet Wasser eine große Freude,“ sagte Sürig, „aber die Freude teilen derzeit nicht alle.“ Deshalb habe man eine Spendenbox für die Menschen aufgestellt, die von der Flutkatastrophe betroffen sind. Für die Sanierung des Bades kann man symbolisch Fliesen im Wert von 10 Euro erwerben. Auch davon soll nun ein Teil an die Flutopfer gehen.

Was Sie für unsere Gesellschaft leisten, kann man gar nicht bezahlen

Ina Scharrenbach

„Was Sie für unsere Gesellschaft leisten, kann man gar nicht bezahlen“, war Scharrenbach überzeugt – und gestand, dass sie eine „heimliche Leidenschaft“ für Schwimmbäder habe. Nicht nur, dass man in ihnen Spaß haben kann und etwas für seine eigene Fitness und Gesundheit tut, sondern sie tragen auch dazu bei, Leben zu retten, so die Ministerin.

Förderhöchstbetrag für Schulhofumgestaltung

Die Ortsvorsteherin von Brilon-Wald, Ariane Drilling, erläuterte im Anschluss, was die Dorfgemeinschaft im Bereich der Alten Schule vorhat. Das Schulgebäude, welches lange leer stand, wird heute von Vereinen genutzt. Ein Jugendtreff und der Kindergarten sind dort ebenfalls untergebracht. Gemeinsam mit der benachbarten Kirche bildet der Ort einen natürlichen Dorfmittelpunkt. Der Schulhof soll nun entsiegelt und zum sozialen Treffpunkt für alle Generationen umgestaltet werden. Für das Projekt gab es den Förderhöchstbetrag – 250.000 Euro – aus dem Programm Dorferneuerung.

Für das Stadtmuseum Haus Hövener hatte die Ministerin 136.000 Euro aus dem Fördertopf „Heimatzeugnis“ im Gepäck. „Das ist die größte Fördersumme seit Bestehen des Museums. Es zeigt, dass nicht nur die Besucher den Wert unserer Arbeit anerkennen“, freute sich Winfried Dickel, Vorsitzender der Stiftung Briloner Eisenberg und Gewerke – Stadtmuseum Brilon.

Mit den Mitteln soll die Beleuchtung des Hauses auf LED umgestellt werden. Zudem will man den Eingangsbereich mit Museumsshop und die unteren Räume so umgestalten, dass Besucher unmittelbar davon einen Eindruck bekommen, was Brilon ausmacht – von seiner Geschichte bis zur modernen Stadt. Das interaktive Stadtmodell, bereits jetzt ein Herzstück des Museums, soll mit Augmented Reality technisch weiterentwickelt werden.

Die Anregung, sich für diese Förderung zu bewerben, kam im Übrigen von der Ministerin selbst, als sie vor rund einem Jahr das Museum besuchte. Damals schrieb sie ins Gästebuch: „Heimat ist das, was man daraus macht.“ Dickel schloss nun diesen Kreis indem er versicherte: „Wir machen was daraus.“

„Ich bin hier, um bestätigt zu bekommen, wie gut Ehrenamt funktioniert. Dabei hat es das Ehrenamt in den letzten Jahren nicht leicht gehabt. Sie aber haben an ihre Projekte geglaubt und weitergemacht“, äußerte sich Landrat Dr. Karl Schneider anerkennend. Er erinnerte daran, welches Potential an Wissen in diesem Engagement vorhanden sei.

„Es ist ein toller Anlass, für den wir uns versammelt haben – und das mitten im Leben“, freute sich Bürgermeister Dr. Christof Bartsch, auf die Umgebung verweisend. „Was hier gesät wird an Förderung, ist eine Saat die aufgeht“, versprach er.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare