Was muss, das muss

Ein Schwertransporter von diesem Kaliber wird in der heutigen Nacht erstmals durch Altenbüren und Antfeld fahren. Mindestens bis Anfang 2013 werden sich rund 140 Transporte auf diesen Weg machen. Foto: Firma Bögl

Der erste von rund 140 Schwertransportern, die mindestens bis Anfang 2013 Bauteile für den Brückenbau auf der A 46 in Höhe Nuttlar bringen, wird in der Nacht vom heutigen Mittwoch auf Donnerstag in der Zeit von 22 bis 6 Uhr durch Antfeld und Altenbüren fahren (SauerlandKurier berichtete). Die Lkw sind bis zu 50 Meter lang und 191 Tonnen schwer. Wie reagieren die Antfelder und Altenbürener, die ohnehin unter dem Verkehr auf der B 7 leiden, auf dieses außergewöhnliche Spektakel?

Gerd Schmelter, Ortsvorsteher in Antfeld, ist froh, dass das Projekt Brückenbau vorangeht. "Wir von der Dorfgemeinschaft Antfeld sehen die Vollsperrung an bestimmten Daten nicht als Belastung." Schmelter ist es wichtig, den Verkehr aus dem Ort herauszubekommen. Derzeit herrsche ein hohes Aufkommen an Schwerlastverkehr, das besonders die Anwohner der B 7 beeinträchtige. Problematisch sei auch die Situation an der Ampelanlage, insbesondere im Winter. Bei dichtem Verkehrsaufkommen auf der B 7 hätten die Anwohner kaum eine Chance, auf die B 7 zu gelangen, je nachdem wie die Ampel geschaltet ist. Die Antfelder hoffen auf eine Neuanbindung der B 7, wenn die Autobahn fertig ist.

Genauso sieht das die Altenbürenerin Birgit Thiele, Mitglied der Interessengemeinschaft B 7n. "Wir müssen den Schwertransport in der Hoffnung auf die B 7n in Kauf nehmen. Was gemacht werden muss, muss gemacht werden." Und noch wisse keiner, wie schlimm das werde. Ihrer Meinung nach sei der Schwertransport im Dorf noch kein Thema. "Ich glaube, das ist noch nicht so durchgedrungen. Das könnte erst nächste Woche ein Thema werden."

"Ich bin völlig verärgert"

Entspannt sieht Ortsvorsteher Heinz Meyer das schwergewichtige Unterfangen: "Nachts stört das doch keinen, die fahren doch eh langsam." Dass sich viele Schaulustige das Schauspiel - an der Kreuzung Richtung Scharfenberg werden die Schwertransporte rangieren, um rückwärts bis Antfeld zu fahren - ansehen werden, glaubt der Ortsvorsteher nicht. "Dafür steht keiner des Nachts auf."

Auch Birgit Thiele wird es nicht an den Straßenrand locken. Wohl aber treibt sie etwas anderes um. "Ich bin in diesem Zusammenhang völlig verärgert." Das Thema Interkommunales Gewerbegebiet sei jüngst im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung behandelt worden. "Das sind Dinge, die gehen uns alle an und haben Einfluss auf die B 7n. Davon hängt vieles ab. So etwas dürfte nicht im Geheimen besprochen werden."

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