Neue Projekte geplant

Wirtschaftsförderer Oliver Dülme handelt nicht nur von seinem Arbeitsplatz aus. Foto: Anna Sartorius

Auf ein erfolgreiches Jahr schaut das Team der Wirtschaftsförderung in Brilon zurück. Im Jahr 2012 soll an die Erfolge angeknüpft werden. Dazu wird auf Altbewährtes, aber auch auf neue Ideen gesetzt. Am vergangenen Montag zog Wirtschaftsförderer Oliver Dülme Bilanz und stellte die Pläne vor.

"Insgesamt habe ich, teilweise mit dem Bürgermeister, insgesamt 75 Firmen besucht, um unsere Arbeit vorzustellen. Des Weiteren haben wir unsere Homepage überarbeitet", sagt Oliver Dülme. Diese beinhaltet nun einen Stellenmarkt und eine Leerstandsbörse. Zudem wurde die Homepage durch ein neues Branchenbuch erweitert. Alle Briloner Unternehmen werden dann zwar nicht mehr wie vorher in gedruckter Form, sondern auf dem schnelleren Online-Weg vorgestellt.

Dülme beriet zudem Interessierte zum Programm Bildungsprämie. Weiterbildungen für Arbeitnehmer können mit diesem Angebot vom Staat gefördert werden. "Das Programm ist zurzeit wegen einer neuen Förderungsperiode leider nicht möglich. Doch ich möchte sie sobald wie möglich wieder aufnehmen", sagt Oliver Dülme. Die Betriebsbesuche, die Homepage und die Beratung zur Bildungsprämie sollen auch im neuen Jahr weiter angetrieben und verbessert werden.

Eine Institution ist mittlerweile das Briloner Wirtschaftsforum. Im vergangenen Oktober jährte es sich zum 48. Mal. Im Herbst 2012 wird es erneut stattfinden.

Schwerpunkt auf Ausbildung

Ein neues Projekt im vergangenen Jahr war das Briloner Unternehmerforum. Etwa 90 Unternehmer nahmen den Nachfolger der Unternehmerfrühstücke in Anspruch. "Im Durchschnitt kommen 40 bis 50 Unternehmen zu so einer Veranstaltung. Wenn sich die Anzahl die nächsten Jahre auf 60 bis 70 einpendelt, können wir immer noch sehr zufrieden sein", erklärt Oliver Dülme. Am 15. März stellt das zweite Unternehmerforum den Auftakt zum Medi-Forum dar, das sich rund um das Thema "Gesundheit" dreht.

Neu war auch das Briloner Azubi-Speed-Dating. So wurde eine Lehrstelle im Handwerk vergeben: "Klar hätten wir gern alle Lehrstellen zugeteilt. Aber für das erste Jahr ist es ein guter Start." Um diese Veranstaltung zu etablieren, findet sie am 27. März erneut in Brilon statt. Das Projekt "The Big Six" hingegen wird es in der alten Form nicht mehr geben. Hieraus entsteht ein Leader-Projekt im Altkreis Brilon, das Mitte April startet.

Für das neue Jahr setzen Dülme und das Team der Wirtschaftsförderung auf den Schwerpunkt Ausbildung. Dazu wurde ein "Ausbildungskompass" eingeführt. Dieser ist eine dauerhafte Übersicht über die freien Ausbildungsstellen der Firmen in Brilon auf der Homepage der BWT. Momentan sind 27 Unternehmen mit 58 Berufen vertreten. Hauptsächlich handelt es sich um Unternehmen aus der Industrie, aber auch Handwerker und der Einzelhandel haben die Chance, auf diesem für sie kostenlosen Weg neue Auszubildende zu finden.

Zudem findet am Dienstag, 28. Februar, das erste Mal eine Ausbildungsbörse statt. Hier haben Unternehmen die Möglichkeit, sich den potenziellen Lehrlingen an einem Stand vorzustellen. Jugendliche wiederum können sich informieren, welche Ausbildungsperspektiven vor Ort existieren. Schulabgänger sollen auch so motiviert werden, vor Ort zu bleiben. "Oft ziehen junge Leute nur ein, zwei Städte weiter, um eine Ausbildungsstätte zu finden. Und das nur, weil sie nicht wissen, welche Angebote es vor Ort gibt. Das wollen wir verhindern", sagt Dülme.

Das Team der Wirtschaftsförderung kümmert sich nicht nur um Aus- und Weiterbildung, sondern auch um Gründerberatung. In diesem Zusammenhang findet nach längerer Pause in Zusammenarbeit mit der IHK in Brilon ein Gründermeeting statt. Hier können sich Gründer von neuen Unternehmen oder diejenigen, die eine Gründung planen, grundlegende Informationen geben lassen.

Ein weiteres wichtiges Thema stellt die Gewerbeflächenvermietung dar. Laut Dülme hat Brilon eine starke Wirtschaft und Industrie. Trotzdem solle auf noch mehr Firmen aktiv zugegangen werden, um sie in die Region zu locken.

"Unser Team der Wirtschaftsförderung hat viel vor. Doch finde ich, dass die geplanten Angebote und Veranstaltungen für unsere Region enorm wichtig sind", schließt Oliver Dülme.

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