Natur- und Kulturschätze kennenlernen

Neues Geoparkfoyer im Museum Haus Hövener vorgestellt

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Mit dem neuen Geopark-Terminal und dem umfangreichen Informationsmaterial lädt das neue GeoPark GrenzWelten-Foyer ein, Spannendes aus der geotouristischen Bereich der Region kennenzulernen.

Brilon - „Wir wollen in den Regionen gegenseitig auf unsere Natur- und Kulturschätze aufmerksam machen“, erklärte Winfried Dickel, Vorsitzender des Briloner Heimatbundes bei der Vorstellung des neuen Geoparkfoyers am Montag im Briloner Heimatmuseum Haus Hövener.

„Mit dem neuen Terminal und dem umfangreichen Informationsmaterial bieten wir einen Anlaufpunkt, um die vielfältigen naturgeschichtlichen Phänomene in unserer Region kennenzulernen“, so Dickel weiter. 

Modern mit Touchscreen ausgestattet steht das neue Geoparkterminal jetzt im Eingangsbereich des Briloner Heimatmuseums. Mit der benutzerfreundlichen Bedieneroberfläche lassen sich die Informationen aufrufen. „Uns geht es darum, die bestehenden kultur- beziehungsweise geotouristischen Angebote miteinander zu vernetzen“, hob Dickel hervor. „Dazu gehören Landschaft, Städte, Museen, Besucherbergwerke, Heimatstuben, Themenwege und vieles mehr. Wir leben in einer Grenzregion zum benachbarten Hessen. Eine politische Grenze, eine einstmals religiöse Grenze zwischen dem evangelischen Upland und dem katholischen Sauerland – doch die Natur kennt solche Unterschiede nicht. Die Landschaft ist miteinander verwandt. Ein Ziel der ‘Geopark GrenzWelten‘ ist, dass wir in den Regionen gegenseitig auf unsere Natur- und Kulturschätze aufmerksam machen wollen.“ 

Beginn vor mehr als zehn Jahren

Begonnen hat alles schon vor mehr als zehn Jahren. 2007 hat der Briloner Heimatbund – Semper Idem mit der Natur- und Umweltakademie Recklinghausen eine Regionalkonferenz zur touristischen Inwertsetzung der geologischen Region – Altkreis Brilon und Waldeck/ Frankenberg – veranstaltet. Die Konferenz mit 120 Teilnehmern war bewusst grenzüberschreitend angelegt. Auf dem Podium: Landräte beider Kreise, erster Beisitzer des Landkreises Waldeck/ Frankenberg Otto Wilke, Dr. Matthias Piecha vom Geologischen Dienst NRW, Norbert Panek, Horst Frese, Winfried Dickel, Staatsminister Dr. Alexander Schink. 

Das Ziel: Die Akteure in der geologisch abwechslungsreichen und landschaftlich reizvollen Mittelgebirgslandschaft im Grenzgebiet zwischen Nordhessen und Nordrhein-Westfalen wollten sich zusammenfinden, um die Natur und Kultur herauszustellen und touristisch aufzuwerten. Dazu gab es beiderseits der Landesgrenze kleinere Anschlusskonferenzen, um sich gegenseitig und die Landschaft kennenzulernen – mit dem Ergebnis: Es wurde der „Geopark GrenzWelten“ gegründet. Die Heimat- und Geschichtsvereine des Altkreises Brilon schlossen sich zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammen und es wurde gemeinsam dafür gesorgt, dass sich diese Region am Leader-Prozess beteiligte. Heute reichen die „Geopark GrenzWelten“ mit einer Fläche von 3700 Quadratkilometern von den Rändern des Hochsauerlandes mit den Städten Marsberg, Brilon, Olsberg, Winterberg und Medebach Richtung Osten bis zur Grenze zu Kassel und im Süden bis Marburg. 

16 anerkannte Geoparks deutschlandweit

„Es gibt deutschlandweit 16 anerkannte Geoparks“, hob Geopark-Projektleiter Diplom-Ingenieur Norbert Panek hervor. „Wir haben 2009 erstmals das Prädikat ‘nationaler Geopark´ erreicht und jetzt bei der Wiederholungsüberprüfung auch für die nächsten fünf Jahre diese Auszeichnung erlangt. Mit der heutigen Eröffnung des Geoparkfoyers sind wir weiter auf dem richtigen Weg. Es gibt derzeit fünf dieser Foyers. Eins davon seit heute im Briloner Heimatmuseum Haus Hövener.“ 

Eine Sache ist immer so gut wie die Menschen, die dahinter stehen. So kann der Briloner Heimatbund im Museum Haus Hövener mit der Diplom-Geologin Annette Bette sowie der ausgebildeten Geoparkführerin Apollonia Held-Wiese Experten vor Ort aufweisen. Ein wichtiger Aspekt bei den sich immer größerer Beliebtheit erfreuenden außerschulischen Lernorten, bei denen Schüler aus erster Hand im Museum die Besonderheiten der Region erlernen. „Allein aus Brilon erfolgt ein Austausch mit fünf Schulen“, berichtete Umweltpädagoge Friedel Schumacher. „Dazu gibt es mit der Sekundarschule in Marsberg, der Grundschule Bruchhausen und der Berliner Schule in Korbach bereits schon drei Geoparkschulen. Vieles aus den Visionen ist Wirklichkeit geworden.“

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