„Über den Dächern von Brilon“

Neues Wohnprojekt für Senioren soll selbstbestimmtes Leben im Alter ermöglichen

+
Präsentieren das neue Wohnprojekt: (v.l.) Damian Hoga (Homann Architekten), Karl-Udo Lütteken (Vorstand Volksbank), Karen Mendelin (Fachbereichsleiterin Caritas Alten- und Krankenhilfe ambulant), Dagmar Göbel (Leitung Gebäudemanagement Brilon-Büren-Salzkotten), Thorsten Wolff (Vorstand Volksbank) und Heinz-Georg Eirund (Vorstand Caritas Brilon).

Brilon - Im Alter möchte man ein selbstbestimmtes, selbstständiges Leben führen können und auch im Bereich der Mobilität nicht eingeschränkt sein. Das neue Wohnangebot für Senioren, das vom Briloner Caritasverband in Kooperation mit der Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten eG geschaffen wird, kommt diesen Wünschen sehr entgegen.

Unter dem Titel „Über den Dächern von @Brilon“ wird im Winter 2020 im zweiten Obergeschoss der Volksbank eine Senioren-Wohngemeinschaft eröffnet. In der Kundenhalle der Briloner Volksbank fand am Samstag eine öffentliche Informationsveranstaltung statt, in der die einzelnen Wohnräume und auch die Konzeption der zukünftigen Senioren-Wohngemeinschaft vorgestellt wurden. Die hohe Anzahl der Interessierten, die sich bei den jeweiligen Präsentationen um 9, 10 und 11 Uhr eingefunden hatten, zeigte, wie dieses Thema immer mehr an Wichtigkeit gewinnt. 

Wohnen im Herzen von Brilon

„Das Bedürfnis an Wohnraum im Alter in der Gemeinschaft nimmt stetig zu. Im Sinne unseres Genossenschaftsgesetzes – Paragraph 1 Hilfe zur Selbsthilfe – möchten wir diese Entwicklung positiv beeinflussen.“ Mit diesen Worten begrüßte Volksbank-Vorstand Thorsten Wolff die interessierten Zuhörer, die sich über die Entwicklung dieses Projektes informieren wollten. Caritas-Vorstand Heinz-Georg Eirund betonte die guten Erfahrungen, die man in den vergangenen Jahren mit den beiden Senioren-WGs „ZusammenHalt“ im St. Engelbert-Zentrum und der WG „Am Derkeren Tor“ gesammelt hat. „Die Lage für seniorengerechtes Wohnen im Herzen der Stadt Brilon ist ideal“, so Heinz-Georg Eirund. Einkaufen, Ärzte und Apotheken, Straßencafés, Stadtverwaltung: Allesamt ist fußläufig zu erreichen. 

Damian Hoga vom Architektenbüro Homann gab Einblick in die Pläne, wie die Wohnungen demnächst aussehen werden und erläuterte in einer 3D-Darstellung mit farblichen Markierungen die Grundrisse. Die wichtigsten Fakten: Insgesamt zehn Appartements in der Größenordnung von 26,54 bis 52,54 Quadratmetern, Individual- und Gemeinschaftsterrasse von 7,6 bis 16,66 Quadratmetern und eine Gemeinschaftsfläche von 96,36 Quadratmetern. Alle Wohnungen sind barrierefrei und vom Innenhof begehbar. 

Inhaltliches Konzept

Karen Mendelin, Fachbereichsleitung Alten- und Krankenhilfe ambulant, erläuterte zunächst das inhaltliche Konzept – aufbauend auf eine Pflegebedarfsanalyse im HSK und den Erfahrungen des Caritasverbandes. Es gibt zwei Appartements für Paare und acht für Singles. Die Ausstattung der Appartements sieht je Wohneinheit folgendermaßen aus: Ein Wohnzimmer, Schlafzimmer, seniorengerechtes Bad, Abstellraum, eine kleine Pantryküche, eigene Wohnungstür, Internetzugang, TV-Satellitenempfang, Telefonanschluss, Fußbodenheizung, Lichtleiste für den Weg zwischen Schlafraum und Badezimmer und eine eigene Terrasse. Die Appartements werden von den Mietern mit eigenen Möbeln individuell eingerichtet. Die große Dachterrasse kann als ein „Ort der Begegnung“ gemeinschaftlich genutzt werden. 

Betreuungskonzept

Das Betreuungskonzept beinhaltet Möglichkeiten der optimalen Versorgung wie die nachfolgenden Punkte zeigen: Gemeinschaftsbereich mit moderner Küche und einem Wohnzimmer, gemeinsame Mittagsmahlzeiten, Angebot eines wöchentlichen Brunches und wöchentliches gemeinsames „Auswärts Essen gehen“, Alltagsbegleiterinnen, ein wöchentlicher Hausmeisterservice, Beratungshilfen in Bezug auf Reinigungs- und Pflegediensten. 

Vertragskonzept

Die Vertragsgestaltung impliziert einen Mietvertrag über das Appartement und die anteilige Gemeinschaftsfläche und einen Zusatzvertrag, der die Leistungen der hauswirtschaftlichen Hilfe und Betreuung sowie die Beratungsleistungen und den Hausmeisterservice durch den Caritasverband Brilon beinhaltet. Alle weiteren benötigten Leistungen sind für die Mieter frei wählbar und individuell gestaltbar. Die Nettokaltmieten beziehungsweise Gesamtkosten belaufen sich von 403,40 Euro bzw. 1.255,40 Euro bis 652,11 Euro bzw. 1.504,11 Euro. In den Gesamtkosten sind enthalten: Mietkosten, Mietnebenkostenpauschale und hauswirtschaftliche Hilfen. Nächstes Jahr sind „Tage der offenen Tür“ geplant, um die Fortschritte des Wohnprojekts zu zeigen.

Weitere Infos 

Für individuelle Beratungsgespräche zu der Wohnform und zu den Finanzierungsmöglichkeiten stehen Jutta Hillebrand-Morgenroth (Tel. 0 29 61/9 65 7-4 14) und Karen Mendelin (Tel. 0 17 6/ 12 34 02 41) vom Caritasverband Brilon zur Verfügung. Informationen können des Weiteren online unter info@caritas-brilon.de und unter www.caritas-brilon.de eingeholt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare