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NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart in Hoppecke zu Gast

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Von: Louisa Frese

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Friedrich Merz, Friedrich Zoellner, Prof. Dr. Andreas Pinkwart und Dr. Marc Zoellner (v.l.). Foto: Louisa Frese
Waren zu der Vortrags- und Diskussionsveranstaltung nach Hoppecke gekommen (v.l.): Friedrich Merz, Friedrich Zoellner, Prof. Dr. Andreas Pinkwart und Dr. Marc Zoellner. © Louisa Frese

Hoppecke. Hoher Besuch hatte sich jetzt bei der Firma „Hoppecke Batterien“ angekündigt: Prof. Dr. Andreas Pinkwart (FDP), Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW, war zu Gast bei der Sektion Hochsauerlandkreis des CDU-Wirtschaftrates. Neben vielen Gästen und Interessierten aus dem Wirtschaftsrat waren auch Matthias Kerkhoff (MdL) und Friedrich Merz (Beirat der Firma) zu der Vortrags- und Diskussionsveranstaltung gekommen.

Prof. Dr. Andreas Pinkwart erzählte von seiner Arbeit im Ministerium und nannte als großes Ziel, NRW in den nächsten Jahren wirtschaftlich an die Spitze in Deutschland zu bringen. Chancen rechnete er sich demnach gut aus: „Dieses Land hat ganz enorme Fähigkeiten.“ Diese seien aber in der letzten Legislaturperiode unter Rot-Grün ausgeblendet worden, sodass NRW nur noch „ein Schattendasein“ führte. Zu wirtschaftlichem Erfolg zähle auch offen für neue Geschäftsmodelle und Technologien zu bleiben, denn nur so könne man auch international erfolgreich sein. 

Ein Ziel sei auch die Entwicklung neuer Start-Up-Kulturen in NRW. Hierfür solle in Zukunft mehr Venture-Capital vom Land zur Verfügung gestellt werden. Und auch hier stünden die Chancen gut, da immer mehr Führungskräfte im Bundesland blieben oder zurückkommen. Mit über 700.000 Studenten habe das Land die dichteste Hochschullandschaft in ganz Europa. Aber auch neue Bilder müssten für eine neue Gründerzeit geschaffen werden. So dürften nicht nur Großunternehmen als Beispiel dienen, sondern auch der Mittelstand: „NRW war immer das Land des Mittelstandes und der Mittelstand war der Motor. Wir brauchen neues Unternehmertum, dass auch skalierbar ist“, so Pinkwart weiter. Damit Fach- und Führungskräfte aber auch in Zukunft vor Ort bleiben, müsse schon früh damit angefangen werden, den Menschen klarzumachen, welche Chancen sie in NRW haben. Damit die Wirtschaft im Land stärker werden kann, gelte es aber auch, die Betriebe von Überregulierungen und unnötiger Bürokratie zu befreien.

Im Weiteren ging Prof. Dr. Pinkwart auf den, in Zukunft, digitalen Wandel ein und betonte, wie wichtig dieser für die Wirtschaft im Land sei. So erläuterte er, dass man demografischen Wandel noch stärker zu spüren bekomme, wenn man zu spät digitalisiere: „Die Schnellen werden die Langsamen schlagen.“ Aber nicht nur in der Wirtschaft sei die Digitalisierung wichtig, sondern auch im Alltag der Bürger. „E-Government ist ein riesiges Thema“, so Pinkwart. Aber auch hier müsse wieder Bürokratie abgebaut werden. So stelle sich die Frage: „Was und welche Behördengänge müssen digitalisiert werden und was davon kann einfach wegfallen?“ „Digitalisierung muss den Bürger ins Zentrum rücken“, so Prof. Dr. Andreas Pinkwart weiter.

Zum Schluss rief der Minister zu viel Eigeninitiative unter den Bürgern auf. „Ich glaube NRW kann es wirklich schaffen, aber mit Ihnen zusammen.“ So müsse der Mittelstand auch selbst anpacken und beispielsweise Glasfaserleitungen verlegen. Immer nur darauf zu warten, dass das Land etwas tut, sei nicht die richtige Lösung. Durch Unterstützung der Anwohner könne die Infrastruktur in Zukunft schnell besser werden. Im Anschluss der Vortrags- und Diskussionsveranstaltung stand der Minister noch den zahlreichen Fragen der Besucher Rede und Antwort.

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