Dem Regen getrotzt

21. Oldtimer-Sauerlandrundfahrt begeisterte Fahrer und Zuschauer

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Mit der Startnummer 18 waren Julia und Frank Kornelius mit ihrem BMW 2002 tii, Baujahr 1973, auf der Strecke unterwegs.

Brilon. Auf den Straßen im Sauerland waren sie wieder am vergangenen Samstag unterwegs. Die meisten im Lacke glänzend, als hätten sie eben erst die Fertigungshallen verlassen, aber in Wirklichkeit mit Jahrzehnten auf dem Buckel. Die Firma Paul Witteler lud zur 21. Oldtimerrundfahrt in die Hansestadt ein. Rund 300 Teilnehmer waren der Einladung trotz widrigen Wetters gefolgt und mit Zwei- und Dreirädern, Pkw und Lkw wieder einmal in Brilon dabei.

Sichtlich hin- und hergerissen war Organisator Paul Witteler vor dem Start: „Als Oldtimerfan bin ich mit Herzblut bei der Sache, aber Mitfahren geht ja leider nicht, denn es gibt bei so einer Veranstaltung immer etwas zu regeln. Aber ich freue mich über die vielen tollen Fahrzeuge hier bei uns auf dem Firmengelände.“ Und zu tun gab es einiges, besonders als rettende Engel. Denn nicht anders als bei den Menschen häufen sich auch bei den Fahrzeugen mit zunehmenden Alter die „Weh-Wehchen“. So hatte es sich Esther Strohmeier an der Information auch zur Aufgabe gemacht, nicht nur die Teilnehmerinformationen herauszugeben, sondern auch den Kontakt zu Werkstattleiter Peter Fink herzustellen. „Bei einem Käfer geht die Tür nicht mehr auf, da die Türverriegelung defekt ist, und ein weiteres Fahrzeug will nicht anspringen“, gab sie die kleinen Missgeschicke kurz vor dem Start an den Fachmann weiter, der sich mit den Worten: „Na, dann schauen wir doch mal“ routiniert zu den Havaristen begab.

„Jedes Mal etwas ganz Besonderes“

Etwas aufgeregt studierten inmitten der vielen Teilnehmer auch Julia und Frank Cornelius ihr Bordbuch. „Wir sind zum siebten Mal dabei und es ist jedes Mal etwas ganz Besonderes“, erklärt die Brilonerin. „Wir haben über ein Jahr mit der Restauration zugebracht und alles selbst gemacht.“ Beim Erzählen wird deutlich, mit wie viel Herzblut das junge Ehepaar dabei ist und da Oma und Opa an diesem Tag auf die Kinder aufpassen, konnten sie entspannt mitfahren. Auf die Frage, was sie an Oldtimern reize, kam mit voller Überzeugung die Antwort: „Das Fahren mit einem Oldtimer ist noch richtiges Autofahren.“

Dieses besondere Gefühl ließen sich auch die übrigen Teilnehmer nicht entgehen und nach einer Runde durch Brilons gute Stube, vorbei an Rathaus und Marktplatz, ging es dann Richtung Rüthen und Warstein auf die Strecke, um die Aufgaben zu lösen, die sich das Team um Klaus Andree wieder hat einfallen lassen.

Für das „Automobilsporturgestein“, der die Organisation Zug um Zug in die Hände von Benedikt und Klemens Schulte übergibt, gab es dieses Mal auch die Möglichkeit, die Strecke, natürlich außerhalb der Wertung, gemeinsam mit seiner Frau mitzufahren.

Das bunte Rahmenprogramm auf dem Firmengelände des Autohauses Paul Witteler bot viel Spannendes und Unterhaltsames, das von den zahlreichen Gästen ausgiebig genutzt wurde und man war sich bei Teilnehmern und Besuchern einig, auch bei der 22. Oldtimer-Sauerlandrundfahrt wieder dabei zu sein.

21. Oldtimer-Sauerlandrundfahrt in Brilon

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