Eltern sind besorgt

PCB-Belastung an der Sekundarschule Brilon war Thema im Rat

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Die PCB-Belastung in der Briloner Sekundarschule an der Jakobuslinde war Thema im Rat.

Brilon – Bei der jüngsten Sitzung des Rates der Stadt Brilon ging es am Donnerstag vorrangig um die PCB-Belastung in der Briloner Sekundarschule an der Jakobuslinde.

Zu Beginn der Sitzung erhoben sich auf Bitte des Bürgermeisters alle Anwesenden zum Gedenken an die Verstorbenen, Stadtbrandinspektor Franz-Josef Frigger und den städtischen Mitarbeiter des Bauhofs Johann Klink. Danach begrüßte Dr. Bartsch unter anderem die Vertreter des Jugendparlaments auf der Empore. 

Zu Beginn der Sitzung stellte Ratsherr Reinhard Loos einen Antrag zur Tagesordnung und zwar zu einer Dringlichkeitsberatung eines Bauvorhabens in Petersborn. Nach einer kurzen Diskussion wurde der Antrag mehrheitlich abgelehnt. 

Zu Tagesordnungspunkt 1 „Einwohnerfragestunde“ meldete sich eine besorgte Mutter eines Schülers der Sekundarschule an der Jakobuslinde. Sie schilderte die derzeitige Situation an der Schule, nachdem eine erhöhte PCB-Belastung festgestellt worden war. Zurzeit sitzen die Schüler in den Klassenräumen während des Unterrichts bekleidet mit ihren Mänteln, Anoraks oder ähnlichem, um dem Unterricht bei geöffneten Fenstern und Flurtüren zu folgen. Mit Beginn des Winterhalbjahres wurden die Fenster dann nur noch in „Kippstellung“ geöffnet gehalten. Angeblich sei nunmehr die Belastung nicht mehr so gravierend, schilderte die Mutter. 

Der Beigeordnete Reinhold Huxoll erläuterte der Fragestellerin, dass die Werte sich nicht im Prinzip, sondern nur durch die Lüftung positiv verändert haben: „Gerade in Gebäuden, die in den 70er Jahren erstellt worden sind, sind PCB-Belastungen nachweisbar. Nur durch Zurücksetzung der Räume auf den Rohbau-Zustand sind die primären Quellen der PCB-Belastung zu beseitigen.“ Weiter teilte Huxoll mit, dass das Gesundheitsamt ebenfalls mit dem Vorgang befasst sei. 

Informationsabend für Eltern

Der Bürgermeister wies daraufhin, dass die Sanierung der Schule „ins Haus“ stehe. Im Durchführungsfalle werden die Unterrichtseinheiten in bereitgestellten Containern durchgeführt. Momentan werden die Räume nachts nicht mehr beheizt, damit die Belastung durch die Erwärmung nicht weiter ansteigt. 

Mit ihrer Nachfrage an den Rat forderte die Mutter diesen auf, die derzeitige Höhe der Werte anzugeben, denn „erzählen kann man viel“. Des Weiteren forderte sie einen weiteren Informationsabend für die Eltern der Schüler, bei dem die unterschiedlichen gemessenen Werte offen gelegt werden sollen. Sie führte weiter aus: „Für die Eltern ist es wichtig die Zahlen zu bekommen, denn einige Kinder sind öfter, andere weniger oft krank.“ Hierauf kündigte Bürgermeister Dr. Bartsch an, in Absprache mit der Schulleitung kurzfristig einen Eltern-Informationsabend einzuberufen. 

Danach ging es in der Tagesordnung planmäßig weiter. Die Fraktionen der CDU, SPD, BBL, FDP und Die Linke sprachen zu Punkt fünf, Beratung des Haushaltsplanentwurfs. Die Abstimmung hierüber erfolgte einzeln zu den Unterpunkten. Mit großer Mehrheit verabschiedete der Rat den Haushalt für 2020.

Von Peter Kasper

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