Erhebliche Lärmbelästigung

Pesa-Züge in der Kritik – CDU Brilon fordert Abhilfe

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Brilon. Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Brilon beantragt, dass die Stadt Brilon den Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und die DB Regio auf die erheblichen Lärmbelästigungen der neuen Pesa-Zügen hinweist und sofortige Abhilfe durch geeignete technische Maßnahmen fordert.

„Seit circa Mitte März 2019 werden im Sauerlandnetz nach längerer Ankündigung neue Pesa-Züge eingesetzt“, so die CDU-Fraktion. Tage später sei bereits über technische Probleme berichtet worden. „Seit dem Einsatz der neuen dreiteiligen Pesa-Fahrzeuge im Sauerlandnetz kommt es aus technischen Gründen zu einer erhöhten Anzahl an Zugausfällen und Verspätungen auf den Linien RE 17 und RE 57“, so Uli Beele, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim NWL. Weiter wird ausgeführt, dass der Betreiber DB Regio bereits den Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) informiert habe und an erforderlichen Abhilfemaßnahmen arbeite. 

Ursache seien Lüftungs- und Klimaanlagen

Mit diesem Antrag weist die CDU-Fraktion aber neben den Zugausfällen und technischen Problemen auf die seit dem Einsatz der Pesa-Züge erhöhten Lärmbeeinträchtigungen hin. Betroffen sind viele Anwohner der verschiedenen Bahnhöfe im Stadtgebiet von Brilon und auch die in Nachbarschaft der Bahnstrecken wohnenden Bürger. Ursache dieser Lärmbeeinträchtigungen seien vorrangig die in den Zügen eingebauten Lüftungs- und Klimaanlagen, die aus Erfahrung von Bahnreisenden durchgehend, zum Beispiel von Brilon Stadt bis Dortmund Hauptbahnhof beziehungsweise bis Schwerte (Ruhr) und/oder Hagen Hauptbahnhof in Betrieb sind. 

„Auf Nachfrage und bei Beschwerden wurde von Zugbegleitern gesagt, dass die Anlagen durch das Zugpersonal nicht steuerbar sind. An den Haltestellen und dies gilt besonders für den Bahnhof Brilon-Stadt, wo für viele Züge längere Haltezeiten eingeplant sind, haben die Lüftungs- und Klimaanlagen auch noch erhebliche Nachlaufzeiten, die für die im Umfeld des Bahnhofs wohnenden Bürger zu weiteren Lärmbeeinträchtigungen führen“, so die CDU-Fraktion weiter. Man erwarte, dass die Verwaltung nach Eingang der Antwortschreiben vom NWL und von der DB Regio über die geplanten beziehungsweise bereits veranlassten Maßnahmen zur Beseitigung der hohen Lärmemissionen berichtet.

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