Mit Rennpiste verwechselt

Polizei erwischt Raser auf B251 - und verdoppelt seine Strafe

Bei einer Verkehrskontrolle nahe Brilon-Wald geriet ein Sportwagen mit Tempo 191 ins Visier der Polizei - erlaubt waren 100 km/h (Symbolfoto)
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Bei einer Verkehrskontrolle nahe Brilon-Wald geriet ein Sportwagen mit Tempo 191 ins Visier der Polizei - erlaubt waren 100 km/h (Symbolfoto)

Die Polizei erwischt auf der B251 einen Temposünder mit überheblicher Geschwindigkeitsüberschreitung. Die Polizei geht von Vorsatz aus - was sich auf die Strafe auswirkt.

  • Die Polizei erwischte einen Raser auf der Bundesstraße 251 zwischen Brilon Wald und Willingen.
  • Die Tempo-Überschreitung des Sportwagens war erheblich.
  • Weil die Polizei von Vorsatz ausgeht, hat das Auswirkungen au die Strafe für den Fahrer aus Düsseldorf.

Brilon-Wald/Willingen - In Zeiten der Coronavirus-Krise sind viele Straßen leerer als sonst. Eine Tatsache, die für einige offenbar äußerst verlockend ist. Anders lässt sich wohl nicht erklären, was die Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis am Mittwoch meldete.

Bei den täglichen Kontrollen des Straßenverkehrs löste die Blitzer-Anlage auf der Bundesstraße 251 zwischen Brilon Wald und Willingen bei einer Geschwindigkeit von 191 km/h aus. Erlaubt waren dort lediglich 100 km/h.

Bei dem Tempo-Sünder handelte es sich um einen Sportwagen-Fahrer aus der NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf. Den Fahrer erwarten nun zwei Punkte in Flensburg "sowie ein dreimonatiger Umstieg auf den öffentlichen Personennahverkehr", wie es die Polizei in ihrer Mitteilung formulierte. Sprich: Er muss den Führerschein für drei Monate abgeben.

Auf Bundesstraße in Brilon 91 km/h zu schnell: Polizei geht von Vorsatz aus

Wegen der enormen Überschreitung von 91 km/h geht die Polizei davon aus, dass der Fahrer dabei vorsätzlich gehandelt hat. Daher habe dies eine Verdopplung des Verwarngeldes auf 1200 Euro zur Folge. 

Als Einleitung ihrer Mitteilung formulierte die Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis zunächst einen allgemeinen Appell an alle Bürger und vor allem Autofahrer: "Einige Unverbesserliche verwechseln unsere Straßen mit Rennpisten. Das ist unverantwortlich! Raser haben auf unseren Straßen nichts zu suchen! Sie gefährden sich selbst und das Leben von Unbeteiligten! Deshalb kontrolliert die Polizei auch in Zeiten des Coronavirus den Straßenverkehr und geht konsequent gegen die Raser vor."

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