Problemfall Gudenhagen

Zwar traf der Schulausschuss keine Entscheidung über eine Schließung von Grundschulen, jedoch sieht es für Gudenhagen schlecht und für Madfeld auf absehbare Zeit auch nicht besser aus.

"Ich rechne mit einer Schließung der Gudenhagener Grundschule", gab Ortsvorsteher Willi Kitzhöfer (SPD) offen zu, der nicht mehr mit einer Einschulung im kommenden Schuljahr rechnet. Laut Wolfgang Pack von der Verwaltung liegen nur vier Anmeldungen für Gudenhagen vor, die zusammen mit Hoppecke einen Grund-schulverbund bildet, 18 wären für eine Einschulung nötig.

Die Stadt habe jedoch 300.000 Euro in den vergangenen drei Jahren in das Schulgebäude investiert, und es könne nicht sein, dass fünf bis acht Eltern über die Schließung einer Schule entscheiden würden, so Kitzhöfer, der darum warb, die Schule als Filiale der Engelbertschule zu nutzen, die sich vor Schülern kaum retten kann.

Fronten sind verhärtet

Wolfgang Diekmann griff erneut seinen Vorschlag für eine Ganztagsbetreuung auf. Eine Umfrage unter den Eltern habe dafür aber keinen Bedarf ergeben, so Schulleiter Heiner Hoppe aus Hoppecke. "Wir müssen uns damit abfinden, dass es so mit Gudenhagen nicht weitergeht", sprach Reinhard Loos (BBL) aus, was sicherlich nicht nur er dachte. Dann müsste Hoppecke in den Schulverbund Thülen-Alme-Madfeld integriert werden. Darüber soll näher in der nächsten Sitzung Anfang März diskutiert werden.

Für Madfeld sieht Pack erst ab Sommer 2011 Handlungsbedarf. Hubertus Frese forderte, Thülen statt Madfeld zu schließen. Man habe in Mad-feld einen Sportplatz und ein Schwimmbad. In diesem Zusammenhang verwahrte sich Schulleiterin Renate Leikop gegen Vorwürfe, sie habe Einfluss auf die Resolution von Rösenbecker Eltern genommen ("Erhitze Debatte im Grundschulverbund" unter www.sauerlandkurier.de).

Ohne die Grundschulverbünde hätte man schon zwei oder drei Grundschulen schließen müssen, so Bürgermeister Franz Schrewe.

Mit dem umgekehrten Problem hat momentan Burkhard Wieseler zu kämpfen. Er hat für seine Ratmersteinschule 34 Anmeldungen und damit zu viele. Pack wies dar-aufhin, dass die Schulleitung dann einige Kinder abweisen müsse. Diese kämen dann möglicherweise nach Altenbüren oder Scharfenberg, die mit der Ratmersteinschule in einem Grundschulverbund sind und laut Wieseler bis 2014 sicher seien.

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