Zehn Katzen gestorben

Quarantäne nach Katzenseuche beendet: Tierheim Brilon öffnet wieder

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Die Katzenbabys sind aus Gründen der allgemeinen Vorsicht noch bis Anfang Dezember in Pflegestellen untergebracht.

Brilon – In enger Koordination mit Veterinäramt und Tierärztin endet am Samstag, 9. November, die durch den Ausbruch der Panleukopenie (sogenannte Katzenseuche) erforderliche Quarantäne. Damit ist das Briloner Tierheim wieder innerhalb der normalen Öffnungszeiten für Besucher geöffnet.

Die Zeit der Quarantäne haben sowohl Mitarbeiter als auch die meisten Tiere gut überstanden. „Auch wenn die Anstrengung, die eine solche Situation mit sich bringt, allen anzumerken war“, so das Tierheim. Obwohl das Team vorbildlich reagiert habe und bereits lange vor den ersten Laborergebnissen die ersten Quarantänemaßnahmen eingeleitet hat, haben es nicht alle Katzen überstanden. „So sind leider während der Quarantäne zehn Katzen verstorben“, teilt das Tierheim mit. 

Bedingt durch die hohe Widerstandsfähigkeit des Panleukopenie-Virus müssen als hygienische Maßnahme alle Gegenstände, die Kontakt zu vermutlich infizierten Katzen hatten und die nicht desinfiziert werden können, entsorgt werden. In einem Katzenhaus bedeutet dies den Totalverlust an Kratzbäumen, Spielzeug, Decken, Liegeflächen und diverser anderer Dinge, welche Katzen das Leben angenehmer gestalten sollen. Allein der Austausch all dieser Gegenstände bedeutet einen signifikanten finanziellen Aufwand. 

„Die Hilfs- und Spendenbereitschaft war überwältigend“

Der Tierschutzverein Brilon entschloss sich deshalb umgehend, öffentlich auf die Situation hinzuweisen und um Spenden zu bitten. „Die Hilfs- und Spendenbereitschaft der Menschen war überwältigend“, freut sich der Verein. So konnte zum Beispiel das Spendenziel von 2500 Euro bei Facebook innerhalb von wenigen Tagen fast erreicht werden. Hinzu kommen die genauso wichtigen Sachspenden. Eine „Flut” von Decken, Futter, Spielzeug und allerhand anderer wichtiger Dinge hat sich binnen weniger Tage im Tierheim angesammelt. „Nach und nach wird nun alles auf die jeweiligen Stationen verteilt und unsere Mitarbeiterinnen werden Tag für Tag von kritischen, aber glücklichen Katzen dabei begleitet.“ 

Obwohl der Tierschutzverein bisher keinen detaillierten Überblick über die gesamten Mehrkosten hat, rechnet er mit einem Verlust in Folge der Infektion. „Allerdings ist es der Spendenbereitschaft all unserer Unterstützer zu verdanken, dass dieser Verlust überschaubar bleibt“, so der Tierschutzverein weiter. „Ein besonderer Dank gilt auch den Mitarbeiterinnen –besonders der Tierheimleiterin Lena Becker – für den großartigen Einsatz in den letzten Wochen. Zusammen mit den vielen Sach- und Geldspenden all unserer Unterstützer konnte das Tierheim diese Krise schadlos überstehen.“

Neues Zuhause gesucht 

Natürlich gibt es nun viele Katzen, die dringend ein neues Zuhause suchen. Interessenten suchen auf der Webseite www./tierheim-brilon.de/news/vermittlungstiere/ nach einem neuen Mitbewohner oder schauen innerhalb der Öffnungszeiten spontan im Tierheim vorbei. Katzenbabys kann man aus Gründen der allgemeinen Vorsicht bis Anfang Dezember nur in den Pflegestellen des Tierheims persönlich kennenlernen. Die Tierheim-Mitarbeiterinnen helfen gerne weiter.

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