Riesenprojekt Brückenbau

Die Verantwortlichen aus Straßenverkehrsamt, Straßenverkehrsbehörde, Polizei und Bau zeigten die Stelle, an der die Autobahnbrücke gebaut wird. Foto: Anna Sartorius

Ganz neue Dimensionen tun sich ab nächster Woche beim Beginn der Schwertransporte für den Bau der Autobahnbrücke der A46 in Höhe Nuttlar auf. Nummer Eins: Die Autobahnbrücke wird mit 115 Metern die höchste in Nordrhein-Westfalen sein. Nummer Zwei: Die Lkw, die die Bauteile transportieren, sind bis zu 50 Meter lang und 191 Tonnen schwer. So ein Riesenprojekt birgt Ungemach für die Bürger, weiß Polizeioberrat Josef Jakobi, Direktion Verkehr.

"Auf der Bundesstraße ist aufgrund der Breite der Transportwagen kein Begegnungsverkehr möglich", erklärt er. Soll heißen, dass an bestimmten Daten, die bis in das kommende Jahr hineinreichen, die B7 zwischen Altenbüren und Antfeld voll gesperrt sein wird. Allerdings nur in einem bestimmten Zeitfenster: abends von 22 bis 6 Uhr in der Früh. Zudem ist es leicht möglich, die Umleitungsstraße über Olsberg zu nehmen.

Ein besonderes Schauspiel bietet sich in Altenbüren: Die Transporte werden an der Kreuzung Richtung Scharfenberg umgespannt und von dort an rückwärts rangiert. Ab Antfeld fahren die Transporte wieder "normal" über eine Baustraße zur Baustelle. Um noch mehr Platz zu schaffen, wurden an allen Einmündungen und Kreuzungen vorübergehend Verkehrsschilder entfernt und Verkehrsinseln befestigt.

Etwa 140 Transporte für rund 140 Teile

Mit etwa 140 Transporten müssen rund 140 Bauteile zur Baustelle geschafft werden. Darunter sind die Schwertransporte, die polizeilich begleitet werden müssen. Der Weg ist lang: Etwa drei Nächte werden die in Sengenthal, Bayern, produzierten Bauteile bis nach Büren brauchen, wo sie die Autobahn verlassen. Von Büren bis zur Baustelle sind es ungefähr vier Stunden. Eine schnellere Strecke ist nicht möglich, da die Straßen für die riesigen Lkw teilweise zu eng sind.

Für den Verkehrsdienst der Polizei bedeutet diese Aktion einen enormen Kraftakt: Für einen Transport werden allein ab Büren acht Teams gebraucht, vier aus den Kreispolizeibehörden Paderborn und Soest, die die Transporte bis zum Zwischenlager in der Nähe des Scharfenberger Bahnhofs begleiten, und vier aus der Kreispolizeibehörde Meschede. Zeitgleich fahren die Leerfahrten auch wieder zurück; diese müssen teilweise ebenfalls begleitet werden.

Alle Transporte erfolgen ständig und sich überlagernd bis voraussichtlich mindestens Januar 2013. Der Erste findet in der Nacht von Mittwoch, 28. März, auf Donnerstag, 29. März, statt, der Zweite vom 4. auf den 5. April.

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