Schließung von Eduard-Pape aufgeschoben

An der Eduard-Pape-Schule können sich künftig keine neuen Schüler mehr anmelden.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, so kann man auch die Empfehlung des Schulausschusses verstehen. Mit einer Mehrheit von elf Gegenstimmen bei zehn Ja-Stimmen verhinderten die Ausschussmitglieder zwar die Schließung der Eduard-Pape-Schule (EPS). Einstimmig war aber das Votum, dass es keine Anmeldungen an der Hauptschule zum kommenden Schuljahr mehr gibt, sondern nur noch an der Heinrich-Lübke-Schule.

Im vergangenen und laufenden Schuljahr hatte es wegen sinkender Schülerzahlen an der EPS nur eine neu eingeschulte Klasse (einzügig) gegeben, zwei seien aber nötig, sonst sei eine Fortführung rechtlich nicht möglich, hieß es vonseiten der Verwaltung, die vorschlug, die EPS mit der Heinrich-Lübke-Schule zusammenzulegen.

Hubertus Weber (SPD) warf die Frage nach anderen Möglichkeiten auf und forderte, jetzt noch kein Urteil zu fällen. Wolfgang Kleineberg (SPD) ergänzte, "nicht in der ersten Sitzung eine so gravierende Entscheidung" zu treffen. Dem hielt Schulrat Josef Wessel entgegen, dass Lehrer und Schüler eine Entscheidung brauchen, um die Unsicherheit zu beseitigen. Auch EPS-Schulleiter Aloys Ovenhausen will "Planungssicherheit" und mit der Heinrich-Lübke-Schule (HLS) zusammenarbeiten. Dessen Leiterin Anja Strube ergänzte, dass bei einer Zusammenlegung an einem Standort die kleineren Schüler, an einem anderen die größeren Schüler unterrichtet würden.

Vor den anwesenden Lehrern, Eltern und Schülern, für die die Zuschauerplätze bei der Ausschusssitzung kaum reichten, sprach sich Stefan Schleich (CDU) für die Schließung der EPS aus, die dann Teilstandort der HLS werde. Die EPS "kann sich in der jetzigen Form nicht halten", machte Reinhard Loos (BBL) deutlich, will sich aber für die endgültige Entscheidung noch Zeit nehmen. Dem stimmte Manfred Siebert (FDP) zu. Bürgermeister Franz Schrewe will vor einer Entscheidung die Anmeldungen an der HLS abwarten.

In der nächsten Sitzung soll über eine mögliche Zusammenlegung der zwei Hauptschulen entschieden werden.

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