"Schrittweise umstellen"

NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben (2. v.l.) war bei der 'solarhybrid AG' in Brilon zu Gast, um sich den Hybridkollektor zeigen zu lassen. Foto: Oliver Heimann

Durch das Kombinieren vorhandener Techniken neue Anwendungsmöglichkeiten schaffen — das praktiziert die Firma "solarhybrid AG" mit ihrem weltweit erstmals entwickelten Hybrid-Sonnenkollektor. Auf Einladung kam jetzt NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben, um sich von den Innovationen des Ende 2007 gegründeten Briloner Startup-Unternehmens zu überzeugen.

In dem Hybrid-Kollektor werden die Techniken zur Strom- und Wärmegewinnung vereint. Vorstand und Firmengründer Tom Schröder erklärte der Landespolitikerin die genaue Funktionsweise der durch die Briloner Experten entwickelten Technik.

"Bei reinen Photovoltaik Modulen verlieren die Solarzellen mit zunehmender Temperatur an Effektivität. Durch die ebenfalls in die Module eingebaute Solarthermie wird die entstehende Hitze abgeführt."

Erzeugt werde dabei sowohl Strom als auch Wärme. Ministerin Thoben ist überzeugt, dass es in Zukunft auch für das Land Nordrhein-Westfalen wichtig ist, sich mit dem Thema "Erneuerbare Energien" auseinanderzusetzen.

"Ich glaube schon, dass diese Technik schwerpunktmäßig im Ausland, in wärmeren Gefilden, ihre Anwendung finden wird. Trotzdem müssen auch wir umdenken." Wichtig sei dabei die schrittweise Umstellung der Energieversorgung. "Wer jetzt fordert, die Energieerzeugung durch fossile Brennstoffe und Atomkraft innerhalb kürzester Zeit abzustellen, hat etwas nicht verstanden."

Der heutige Wohlstand könne nur durch einen sinnvollen Mix aus regenerativen und atomaren Energien sowie der Verwendung fossiler Brennstoffe gewährleistet werden.

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