Klima weckt kreative Köpfe

Schüler des Gymnasium Petrinum klären an "Wednesday for Future" über Klimaschutz auf

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Stehen gemeinsam für den Klimaschutz ein: Schüler der Klasse 5a kreierten im Rahmen des Projekttags „Wednesday for Future“ ein Insektenhotel.

Brilon - Was Klimaschutz konkret bedeutet und wie jeder im Kleinen Großes bewirken kann, veranschaulichten die Schüler des Gymnasium Petrinum in Brilon an ihrem Aktionstag „Wednesday for Future“ (SauerlandKurier berichtete). Eine Generation bewegt sich, wird aktiv und macht sich stark für die Umwelt – der geballte Tatendrang zeigt, wie sehr ihnen ihre Zukunft am Herzen liegt.

Von Schweden bis ins Sauerland, genauer gesagt in die Stadt Brilon, gewinnt die Idee hinter der „Fridays for Future“-Bewegung an immer mehr Popularität. Nicht nur die Stimme zu erheben und gegen etwas zu protestieren, sondern auch für den Klimaschutz aktiv zu werden, haben sich die Schüler am Petrinum auf die Fahne geschrieben. 

„Auf die Straße zu gehen ist natürlich gut und schön, etwas vor Ort zu tun aber viel wichtiger. Das zeigt dieses Projekt sehr deutlich. Das Tolle dabei ist, wenn es den Schülern auch noch Spaß macht“, so die Worte des Schulleiters Johannes Droste. Wie Artenschutz aussehen kann, zeigte die Klasse 5a mit einem eigens angefertigten Insektenhotel. Was die Schüler vom Thema des Projekttags halten? 

Aufklärungsarbeit leisten

„Vom Klimaschutz halte ich viel, vom Klimawandel wenig“, so das Statement von Schülerin Greta, „Es ist unsere Zukunft“, plädiert Selma. Valesa und Emmi rufen zu mehr Aktionismus auf: „Es sollte schneller gehen, der Klimawandel hat schlimme Folgen“ und „Politiker müssen Lösungen finden, sonst sterben viele Tierarten bald aus“. Mit der gesamten Schulgemeinschaft im Rücken wollen sie vor allem eines: Aufklärungsarbeit leisten. 

Mit dieser Intention beleuchtete auch die Klasse 7 einen wichtigen Themenkomplex, nämlich das „Mikroplastik“, und worin sich dieses überall versteckt. Als Hilfsmittel stellten sie die App „Code-Check“ vor, mit der Inhaltsstoffe in einem Produkt transparent gemacht und auf Nachhaltigkeit geprüft werden können. Schüler Leonard referierte über die Auswirkungen der Plastikpartikel auf Mensch und Umwelt und zeigte neben fundiertem Wissen auch Haltung: „Der Klimawandel geht uns alle an und ist wichtig für die Bildung, damit wir wissen, wie wir handeln können. Politiker sollten mehr auf die Stimme der Menschen hören“, wünscht sich der Siebtklässler. 

„Do it yourself“ lautet das Motto der Q1, die Kosmetikprodukte ohne Mikroplastik entwickelten.

Gute Alternativen, um Plastik in Kosmetikprodukten zu umgehen, bot die Q1 mit ihrer „Do it yourself“-Aktion. „Es geht total schnell, Alternativen herzustellen“, so die Erfahrung von Schülerin Patricia im Nachgang des Projekts. Ihre Mitschülerinnen führten das „Plastik-Dilemma“ weiter aus: „Viele wissen gar nicht, wo überall Mikroplastik drin ist und dass alles in die Ozeane geht“, erzählte Johanna. „Die Menschen müssen weiter aufgeklärt werden“ und „Es sind die kleinen Dinge, die es ausmachen“, ergänzten Celine und Mina. 

Auf die Frage, was die Schüler selber für den Klimaschutz im Alltag tun, antwortete Schülerin Katharina: „Ich benutze immer eine Mehrwegtrinkflasche und finde es wichtig, Wege zu laufen, anstatt sich zur Schule bringen zu lassen. Auch Projekte wie ‘Fridays for Future’ unterstütze ich“. 

"Thema mit vielen Facetten"

Simone Burmeister und Annika Weber, die in den naturwissenschaftlichen Fächern am Petrinum unterrichten, haben die Idee eines Projekttags zum Thema „Klimaschutz“ bereits vor einigen Jahren angestoßen. An der Umsetzung wurde schließlich mit vielen Kollegen und Klassenlehrern gemeinsam gefeilt. „Wir wollten einen sachlichen und inhaltlichen Zugang zur Frage, was Klimaschutz bedeutet, schaffen“, erklärt Annika Weber und wird von Simone Burmeister bekräftigt: „Beim Klimawandel handelt es sich um ein Thema mit vielen Facetten und ein breites Band, was gespannt wird. Wir haben versucht, den Gedanken der ‘Fridays for Future’ auf eine Plattform zu stellen, die von den Schülern getragen wird. Das haben wir altersgerecht in den Kontext von Themen wie Ernährung und Kosmetik gesetzt, die den Schülern auch im Alltag begegnen“, so die Beweggründe, die hinter dem Projekt stehen. 

Dass uns der Klimaschutz alle angeht – so lautete das Motto der Aktion. Mit ihren kreativen Ideen haben die Schüler des Gymnasium Petrinum nicht nur Haltung gezeigt, sondern auch gehandelt – und damit bewiesen, was jeder durch kleine Veränderungen im Alltag Großes bewirken kann.

Gymnasium Petrinum zeigt an "Wednesday for Future", wie Klimaschutz geht

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