Krankenhaus erlebt Babyboom innerhalb von 24 Stunden

Sieben auf einen Streich

Alle Hände voll zu tun hatten die Geburtshelfer im Krankenhaus Maria Hilf: Innerhalb von 24 Stunden brachten sieben Frauen ihre Babys zur Welt – hier fünf der frisch gebackenen Mütter auf dem Bild mit Kinderärztin Dr. Anne Schwartz (rechts). Foto: Jana Sudhoff

Hat die WM im vergangenen Sommer Auswirkungen auf die Geburtenrate in Brilon? Gesprächsthema ist auf jeden Fall der vergangene Donnerstag im Krankenhaus Maria Hilf.

Innerhalb von 24 Stunden kamen sieben Babys – sechs Jungen und ein Mädchen –

Das kommt in Brilon selten vor. Da wird natürlich gerne spekuliert, welches Ereignis im Zeugungszeitraum eine Rolle gespielt haben könnte. „266 Tage beträgt die durchschnittliche Austragungszeit in Deutschland“, berichtet Jörg Schlüter, Leiter Marketing im Krankenhaus. Und im vergangenen Sommer feierten die Deutschen den Weltmeistertitel ihrer National-Elf. Nach dem Sommermärchen im eigenen Land 2006 berichteten die Medien neun Monate später von einem WM-Baby-Boom. Die aktuellen Statistiken zeigen aber laut Medienberichten nach dem Endspiel der Fußball WM im Sommer bisher keine erhöhten Geburtenzahlen auf. Auch die frischgebackenen Mütter im Briloner Krankenhaus reagierten auf den möglichen Zusammenhang überrascht. Dass ihr Nachwuchs möglicherweise in der Euphorie des Weltmeistertitels gezeugt wurde, war ihnen jedenfalls nicht bewusst.

BVB-Spieler als Namensvetter

Aber einen nachweislichen Zusammenhang zum Fußball gibt es dennoch. Mats und Neven lassen keinen Zweifel an der Fußballleidenschaft ihrer Eltern aufkommen, die ihre Neugeborenen nach den BVB-Verteidigern Mats Hummels und Neven Subotic benannt haben.

Und Diana van Hommelen (Mats), Stephanie Greyner (Neven Martin Herbst), Sabine Emmerich (Summer Naomi Michelle), Anja Garbes (Louis-Michael) und Cindy Lindelauf (Damian) – zwei Mütter wollten nicht namentlich genannt werden – sind nicht die einzigen Frauen im Stillzimmer. Von Freitag bis Montag hat es noch sechs weitere Geburten gegeben.

Alle Kinder sind wohlauf. „Am Donnerstag hatten wir den Luxus, dass zwei Hebammen im Dienst waren und eine Frau mit ihrer Beleghebamme entbunden hat“, sagte Kinderärztin Dr. Anne Schwartz über die logistischen Herausforderungen in drei Kreißsälen. Von den sieben Babys – ihre Mütter kommen aus Brilon, Marsberg und Wünnenberg – kamen zwei per Kaiserschnitt zur Welt.

Das letzte Mal erlebte das Krankenhaus Maria Hilf vor zwei oder drei Jahren einen solchen Babyboom, als zehn Kinder innerhalb von 24 Stunden zur Welt kamen. „Verdächtig für viele Geburten ist normalerweise der Neumond“, sagt Dr. Anne Schwartz. Auf die „Sieben auf einen Streich“ kann das allerdings nicht zutreffen. Neumond war erst am Samstag und Sonntag. (Von Jana Sudhoff, j.sudhoff@sauerlandkurier.de)

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