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Mit Sonne Defizit tilgen

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Die Stadt Brilon soll ihren Haushalt mit Einnahmen aus der Sonnenenergie konsolidieren. Die CDU hat in der Ratssitzung am vergangenen Donnerstag die Stadt beauftragt, städtische Dachflächen auf die Eignung für Photovoltaikanlagen zu prüfen.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Eberhard Fisch begründete seinen Antrag damit, angesichts der Zinslast von täglich 3700 Euro unbedingt weitere Einnahmen für die Stadt zu realisieren. Geplant ist, Dritten die Dachflächen entgeltlich zur Verfügung zu stellen.

Um den Stromverbrauch der Straßenlampen zu senken, beschloss der Rat ein Modernisierungskonzept und stellte dazu 15.000 Euro über Plan in den Haushalt ein. Bei 500 Laternen sollen die jetzigen Quecksilber-Dampfleuchten gegen energiesparende LED-Leuchten ausgetauscht werden. Die Maßnahme wird voraussichtlich mit 40 Prozent bezuschusst. Reinhard Loos (BBL) sah die Umrüstung aus Umwelt- und Spareffekten für sinnvoll an, doch sei dies schon der zweite vor dem ersten Schritt. Er verwies auf eine Entscheidung im nicht-öffentlichen Teil der letzten Ratssitzung, wo der Antrag auf Stromlieferung aus regenerativen Energiequellen abgelehnt wurde.

Weil die CDU-Fraktion von sehr vielen Brilonern angesprochen wurde und sich die Landesverkehrsministerkonferenz mehrheitlich für die Wiedereinführung früher Kfz-Kennzeichen wie "BRI" ausgesprochen hat, hat die CDU-Fraktion beantragt, die Bürger zu befragen. Wie das erfolgen kann, soll nun im Strukturausschuss diskutiert werden. In Arnsberg hatten sich jüngst 57 Prozent der Befragten für die Wiedereinführung von "AR" als Wunschkennzeichen ausgesprochen.

Die Stadt Brilon soll dem Trend in der Bestattungskultur folgen und nach Antrag der SPD die Einrichtung eines Friedwaldes prüfen. Laut SPD-Ratsherr Willi Kitzhöfer würden Kosten von nur 1000 Euro entstehen. Befürchtet wird nun, dass die Gebühren auf den Friedhöfen mangels Bestattungen dort weiter steigen werden. Laut Kitzhöfer liefe man den Kosten hinterher, was durch eine vorausschauende Planung hätte verhindert werden können. Aber ein zentraler Friedhof sei ja nicht gewollt gewesen.

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