"Sozialer Kitt" der Gesellschaft

Gustav Altevogt übergab Jochen Lindrum (1. Vorsitzender), Gisela Wilk (Geschäftsführerin) und Burkhard Wieseler (2. Vorsitzender) Auszeichnungen zum 125-Jährigen. Foto: Vössing

4. Mai 1984: Der Turnverein Brilon wird als Ring- und Stemmclub gegründet. Heute ist der Turnverein Brilon (TV Brilon) mit 125 Jahren und 900 Mitglieder, davon die Hälfte im Alter von sechs bis 14 Jahren, der älteste und größte Sportverein in Brilon.

Bei der Gründung war dem Verein keine politische Betätigung erlaubt, Mitglied konnte man erst mit 25 Jahren werden. Aber "der freiheitliche Gedanke hat sich durchgesetzt", begrüßte Vereinsvorsitzender Jochen Lindrum die Gäste aus Politik, Wirtschaft und Sport.

Der stellvertretende Landrat Rudolf Heinemann bezeichnete den TV Brilon als "offenen, modernen und traditionsbewussten Verein", der sich auch für neue Trendsportarten öffne. Abschließend lobte er die Integrationsleistung. Vereine würden zum gesellschaftlichen Leben gehören und seien der "soziale Kitt der Gesellschaft".

Brilons Bürgermeister Franz Schrewe betonte, der TV Brilon leiste einen "wesentlichen Beitrag zur Gesunderhaltung und Freizeitgestaltung", dankte für die gute Jugendarbeit und dafür, dass "der TV Brilon den Sport nach Brilon getragen" habe.

Dr. Gustav Altevogt vom Sauerländer Turngau des Westfälischen Turnerbundes zog den Hut vor dem Turnverein Brilon, der zu den ältesten Vereinen in Westfalen zähle. Zum 125-jährigen Bestehen überreichte er dem Vorstand einen Ehrenschild, den Walter-Kolb-Schild (beide vom Westfälischen Turnerbund) und eine Urkunde des Deutschen Turnerbundes. Am Sonntagnachmittag zeigten die Sportler des Turnvereins ihr Können im Badminton, Turnen, Volleyball, Basketball, Judo und Tanzen in der Kreissporthalle.

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