Medientag widmet sich der Frage „Macht Klicken schlau?“

Wie aus Spam Poesie wird

Anne Marie Scharfenbaum (Familienzentrum Brilon), Ulrich Dolle, Anne Nübold (beide Sparkasse Hochsauerland), Ute Hachmann (Stadtbibliothek Brilon) und Esther Schütz (VHS) sind gespannt auf die Antwort ihrer Frage „Macht Klicken schlau?“. Foto: Jana Sudhoff

Neue Technologien und Medienwelten – die Themen sind nicht zuletzt wegen der NSA-Affäre und des Datenklaus in aller Munde. Am Puls der Zeit sind damit die Veranstalter des zweiten Medientages in Brilon.

Am Samstag, 15. Februar, sind Interessierte in der Sparkasse Hochsauerland dazu eingeladen, sich von 10 bis 14 Uhr mit der Frage zu beschäftigen „Macht Klicken schlau?“. Lag der Fokus beim ersten Medientag auf der Aufklärung, mit kritischem Unterton, geht es bei der zweiten Auflage darum, ob und welche kreativen Schübe das Internet freisetzen kann.

„Wir haben seit unserem ersten Medientag vor zwei Jahren mehr Medienerfahrung auf dem Buckel“, sagt Ute Hachmann, Leiterin der Stadtbibliothek Brilon, die den Medientag zusammen mit dem Katholischen Familienzentrum Brilon, VHS Brilon-Marsberg-Olsberg und der Sparkasse Hochsauerland organisiert. Daher wird das Thema positiv beleuchtet.

Natürlich bekommt auch der Aspekt Medienerziehung wieder seinen Raum. Wer verunsichert ist, welche Auswirkungen die medialen Erfahrungen auf die kindliche Entwicklungen haben, der bekommt Info und Tipps von Diplompädagoge Matthias Felling von der Arbeitsstelle für Jugendschutz aus Köln. In seinen Workshops lernen Interessierte etwa, wie Eltern den Einstieg ihrer Kinder ins Netz begleiten können.

Der zweite thematische Schwerpunkt konzentriert sich auf den kreativen Umgang mit den neuen digitalen Medien. Kulturwissenschaftlerin Sandra Miriam Schneider aus Berlin, in Brilon bekannt durch ihre Vorlesepaten-Seminare, zeigt, wie man sein Kind fördern kann. Die Gäste dürfen sich etwa auf kleine kreative Experimente freuen wie „Spam Poetry“. Durch das Internet können „kreative Schübe freigesetzt werden, die wir nicht erahnen. Das eröffnet Welten“, macht Hachmann neugierig.

Lockeres Karussell-Format

Auch das Team der VHS ist wieder mit praxisnahen Beispielen, Tipps und Tricks rund um Programme und Anwendungen dabei – beispielsweise das „Phänomen Minecraft: das Lego des 21. Jahrhunderts“ oder Kindersicherung am PC.

Als lockeres Karussell-Format ist der zweite Medientag konzipiert. Die Teilnehmer können unter neun verschiedenen Workshops auswählen. Diese dauern jeweils eine halbe Stunde, es schließt sich jeweils eine halbe Stunde an, in der die Menschen miteinander ins Gespräch kommen können. Durch dieses Zeitmodell haben die Gäste die Gelegenheit, an drei unterschiedlichen Programmen teilzunehmen.

In den Pausen warten Ute Hachmann und Anne Marie Scharfenbaum, Leiterin des Familienzentrums, in zwei Gesprächsblöcken auf die Fragen und Statements der Besucher. Unter dem Format „Auf einen Kaffee mit Ute und Anne Marie“ wird jeweils das Thema „Mein Kind ist ein Bücherkind“ – unterschiedliche Mediensozialisation in Familien und „Kinderbuch-Apps – Ersatz für Bücher?“ diskutiert. „Wir wollen nicht belehren oder informieren, sondern wir wollen diskutieren und Erfahrungen austauschen“, sagt Hachmann.

Damit auch junge Eltern in Ruhe die Angebote des zweiten Medientages wahrnehmen können, gibt es eine Kinderbetreuung im „Traumland“ der Sparkasse.

Das gesamte Programm ist zu finden auf der Homepage der Stadtbibliothek Brilon unter www.stadtbibliothek-brilon.de. Eine Anmeldung ist erforderlich und ab sofort bei der Stadtbibliothek möglich unter % 0 29 61/79 44 60. Die Teilnahme ist kostenfrei. (Von Jana Sudhoff, j.sudhoff@sauerlandkurier.de)

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