"Spannung in Hochpotenz"

Ein 25.000 Euro schweres Geldsäckel wechselte den Besitzer — eine Finanzspritze für das interaktive Stadtmodell. Bei der Spendenübergabe anwesend (von links): Stefan Rüther (Förderverein Haus Hövener), Edward Kersting, Franz Schrewe (beide Vorstand der Stiftung Briloner Eisenberg und Gewerke), Wolfgang Nickolay (Stiftungsvorsitzender), Gereon Fritz und Werner Wirth (beide Förderverein). Foto: Jana Sudhoff

Wenn die Briloner einmal infiziert worden seien, sei ihr Interesse an ihrer Stadt groß, resümierte Gereon Fritz, erster Vorsitzender des Fördervereins Haus Hövener und damit der führende Mann von 1000 Förderfreunden. Sie spendeten jetzt 25.000 Euro an die Stiftung Briloner Eisenberg und Gewerke.

Geld, was in das interaktive Stadtmodell fließen wird, das am 6. Mai um 20 Uhr in der Sparkassenhalle feierlich der Stiftung übergeben wird.

Das 2,20 mal 2,40 Meter große Modell stellt das Stadtbild um 1900 nach. Rund 650 Häuser im Maßstab 1:500 werden so plangetreu wie möglich nachgebaut. Über einen Touch-Screen werden die Häuser angefahren und die Besucher können via Briefe, Bilder, Berichte in Familien- und Baugeschichten eintauchen (SauerlandKurier berichtete). Diese wurden zu großen Teilen beim 14-tägigen Briloner Stadtgeschichten-Stammtisch zusammengetragen. "Das ist nach meiner Erfahrung etwas Einmaliges", lobte Fritz. Dort gelänge es, 50 bis 60 Briloner zusammenzubringen. Beim Vortrag zu Hillebrand-Deinerschwickers beispielsweise sei die "Spannung in Hochpotenz" da gewesen. Dieses und zusätzliches Material kann auch im Stadtarchiv eingesehen werden.

Die Datenbank des Stadtmodells wird seit sechs Wochen mit den gesammelten Materialien gefüttert. Die Daten von rund 30 Häusern seien schon eingepflegt, berichtet Sabine Volmer, Leiterin des Museums Haus Hövener. Hier zieht das Stadtmodell am 28. Mai 2010 als erstes Exponat ein. Bis dahin ist es für sechs Monate im Forum der Sparkasse, danach sechs weitere Monate in der Volksbank zu bewundern. Rund 120.000 Euro kostet das Projekt. Neben dem Förderverein Haus Hövener unterstützen die NRW-Stiftung, die LWL, der Briloner Heimatbund Semper-Idem und die Briloner Bürgerstiftung das Modell.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare