„Kulturleben für alle Generationen“

Spatenstich für Briloner Kino erfolgt – Eröffnungstermin verschoben

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Beim Spatenstich für das Briloner Kino freuten sich die Verantwortlichen, dass der Bau des Großprojekts jetzt startet.

Brilon. Die Wiese ist frisch gemäht und der erste Bagger rollt. Wer am Donnerstag an der Keffelker Straße Richtung Ortseingang entlangkam, hat es sofort gemerkt: Es passiert etwas in Brilon. Der Bau des Kinos hat begonnen.

Beim offiziellen ersten Spatenstich zeigten sich die Verantwortlichen des Kinoprojekts zufrieden, dass es jetzt mit ein paar Monaten Verspätung endlich los geht. „Der Weg zum Kinobau war lang. Viele Fragen waren im Vorfeld zu klären. Wir freuen uns, in Brilon gut aufgenommen zu werden“, so Ute Schlinker, die das Briloner Cineplex mit ihrer Familie betreiben wird. Bei so einem Großprojekt seien Verzögerungen normal. Sechs Millionen Euro Netto wird der gesamte Bau kosten. Die Stadt habe die Betreiberfamilie sehr bei ihrem Vorhaben unterstützt. „Wir haben die Baugenehmigung im August gestellt und im November war sie schon genehmigt“, erläuterte der Architekt des Projekts, Lothar Beltz, der für die Betreiberfamilie bereits 1998 das Warburger Kino umgebaut hat und somit die Erfahrungen von damals mit einbringen kann.

Den neue Eröffnungstermin haben die Betreiber nun auch ein paar Monate weiter nach hinten verschoben, um „sich selbst nicht unter Zeitdruck zu stellen“. Der erste Film soll spätestens am 25. April 2020 über die Leinwand flimmern. „Die Bauzeit ist sehr realistisch. Wenn es gut läuft, eröffnen wir aber schon früher“, so Ute Schlinker. 

Ute Schlinker von der Betreiberfamilie zeigt, wie das Kino aussehen wird, wenn es fertig ist.

Fünf Kinosäle bieten Platz für 800 Besucher

Kirchlichen Segen erhielt das Bauprojekt von Propst Dr. Reinhard Richter. Das 11.400 Quadratmeter große Grundstück gehörte zuvor der Propstei-Gemeinde. Das Geld vom Verkauf wird nun für die Renovierung der Propsteikirche genutzt. „Die Kirchengemeinde begrüßt es, dass Brilon nach so einer langen Zeit wieder ein Kino bekommt“, freute sich der Propst und auch Bürgermeister Dr. Christof Bartsch zeigte sich von dem neuen Kulturangebot in der Stadt begeistert: „Ein Kino schafft ein Kulturleben für alle Generationen. Sei es eine Filmvorführung mit Kaffeetrinken für Senioren oder spezielle Kooperationen mit Kindergärten oder Schulen.“ Auch Liveübertragungen von großen Fußballevents, Opern und Konzerten soll es im neuen Briloner Kino geben.

An den bereits vorgestellten Planungen hat sich nichts geändert. In den fünf Kinosälen werden zukünftig insgesamt 800 Kinobesucher Platz nehmen können. Bei guter Resonanz bestehe laut Ute Schlinker sogar die Option, noch zwei Säle anzubauen. Die Leinwände sind zwischen 70 und 120 Quadratmeter groß. Das Kino wird barrierefrei und es gibt Nischen für Rollstühle. „Das Grundstück ist ideal. Es ist stadtnah, aber nicht mitten in der Stadt“, so Lothar Beltz. „Eine gewisse Größe muss vorhanden sein, damit es auch genügend Parkplätze für die Besucher aus dem Umkreis gibt.“

Der Bagger rollt seit Donnerstag auf dem Grundstück in der Keffelker Straße.

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