Vor dem Spektakel des Jahres steht harte Arbeit

Mit Hochdruck arbeiten auch die Mitglieder vom Thülener Elferrat an ihrem Karnevalswagen. Foto: David Vössing

KURIER guckte Thülener Wagenbauern über die Schulter

Thülen. (dvö)

Auch wenn sie grad keine Prunk-, Bütten- oder Herrensitzung feiern, die Nächte für die aktiven Thülener Karnevalisten werden im Moment lang. Sie verpassen ihren Wagen für den nahenden Rosenmontagsumzug den letzten Feinschliff.

Der Straßenkarneval in Thülen gehört zu den Höhepunkten in der Sauerländer Session. Bevor es allerdings so weit ist, wird in den Garagen und Scheunen des Dorfes noch geschraubt, gesägt und gehämmert.

Im örtlichen Feuerwehrgerätehaus werkelt der Elferrat. Sie sägen Holz, streichen es mit bunter Farbe an, montieren ihre Wappen und schrauben zum Schluss alles auf einem Tieflader zusammen. Der Karnevalswagen nimmt Formen an. Sein Motto: "Die Raubritter schlagen zu." Viel Arbeit hat der Thülener Elferrat in sein närrisches Gefährt gesteckt. 6,50 Meter lang und 3,30 Meter breit ist die "Raubritter-Kutsche". Wen und was der Elferat in diesem Jahr aufs Korn nimmt, will er natürlich noch nicht verraten, außer so viel: "Rosenmontag wird das geilste Fest der Welt."

Nicht nur der Wagen des Elferrates wird eine Festung, das amtierende Kinderprinzenpaar, Marcel I. und Kristin I., rollt in einem großen Märchenschloss durch das Dorf. Um eine gute Sicht auf das Volk ist das Thülener Prinzenpaar immer bemüht. Dieses Mal präsentieren sich Munte I. und Britta I. dem Gefolge von ihrem "Leuchtturm von Sylt".

Die Entwürfe für alle drei Wagen stammen aus Zeichnungen des bekannten Briloner Künstlers Franz-Josef Bylebyl.

Entwürfe von Franz-Josef Bylebyl

Aufwendige Karnevalswagen entstehen dieser Tage aber auch in Scheunen von Bauernhöfen außerhalb Thülens. Draußen regnet und stürmt es. Drinnen ist es auch kalt. Trotzdem wird in warmer Kleidung seit Anfang Januar geschraubt, um "das Rote Pferd" samt passender Kostüme noch pünktlich fertigzustellen. 25 Freunde haben sich zusammengetan, um auch dieses Mal mit einem Wagen am Rosenmontagsumzug und damit zum zehnten Mal teilzunehmen. Der Wagen wurde komplett selbst finanziert, jeder steuerte 40 Euro bei. Die wurden unter anderem in jede Menge Holz und 40 Liter bunte Farbe investiert.

Zu bestaunen sind die Wagen am Rosenmontag ab 14.01 Uhr. Dann rollen sie in Begleitung zahlreicher Fuß- und Musikgruppen und eskortiert von tausenden Narren durch die Hochburg Thülen.

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