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Spendenaktion: Krebskranken Kindern in der Ukraine Freude schenken

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Von: Stefanie Schümmer

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Krebskranken Kindern Freude schenken
Große Hilfsbereitschaft: Victoria Liese steht neben einem riesigen Berg aus selbst gestrickten Pullovern, Hosen, Socken und Schals sowie Kuscheltieren (für Vollbild oben rechts klicken). © Privat

Vor einem riesigen Berg aus selbst gestrickten Pullovern, Hosen, Socken und Schals sowie Kuscheltieren steht Victoria Liese und ist überwältigt, wie hilfsbereit die Menschen im Sauerland sind. Für krebskranke Kinder aus der Ukraine sind innerhalb eines Jahres mehrere Koffer und Kisten an Kleidung und Spielzeug sowie 950 Euro an Geldspenden zusammengekommen.

Brilon – Gemeinsam mit der Briloner Apothekerin Astrid Pfitzner sammelt die engagierte Diplom-Pädagogin seit über sieben Jahren ganzjährig Geld- und Sachspenden für die jungen Patienten, die auf den onkologischen Stationen in Kiew, Dnipro und Lwiw behandelt werden (SauerlandKurier berichtete).

Kurz vor Weihnachten ist der nächste Spendentransport in die Ukraine geplant.

Spenden kommen aus auch Meschede und Bestwig

Mittlerweile kommen die Spenden nicht nur aus dem Raum Brilon, sondern auch aus Meschede und Bestwig. „Wir freuen uns sehr über die große Hilfsbereitschaft“, so die gebürtige Ukrainerin, die dafür sorgt, dass die Spenden auch an der richtigen Stelle ankommen. Sie hat zum Beispiel Kontakt zu Marina Timchenko aus Dnipro, die sich ehrenamtlich um ärmere Familien mit kranken Kindern kümmert. Ein Schicksal einer Frau hat Victoria Liese dabei sehr berührt: „Eine alleinstehende Schwangere wurde von ihrer Familie verstoßen und muss nun mit ihrem sieben Monate alten Sohn in einer anderen, für sie fremden Stadt leben. Vom Staat erhält sie nur 20 Euro Hilfe.“

Damit die alleinerziehende Mutter und weitere Familien in der Ukraine Unterstützung bekommen, werden weiterhin Spenden benötigt. Die nächste Hilfssendung ist noch vor Weihnachten geplant.

Kranke Kinder Ukraine Spenden
Für ein unbeschwertes Weihnachtsfest: Marina Timchenko aus Dnipro kümmert sich ehrenamtlich um ärmere Familien mit kranken Kindern in der Ukraine (für Vollbild oben rechts klicken). © Privat

In der Ukraine gibt es keine Krankenversicherung

Von den Geldspenden werden lebensnotwendige Medikamente zum Einkaufspreis von Astrid Pfitzner beschafft. „In der Ukraine gibt es keine Krankenversicherung“, erklärt Victoria Liese. Zudem werden chirurgische Materialien gekauft. „Die Ärzte müssen Verbandmittel auf eigene Kosten besorgen, obwohl sie selbst wenig Geld verdienen.“

Aber auch Sachspenden muntern die erkrankten Kinder auf – besonders zu Weihnachten. Sehr beliebt sind Malsets, kleine Autos, Püppchen, Spiele und Bilderbücher, aber auch Kleidung wie bunte Socken und Schlafanzüge.

Sammelbox in Brilon aufgestellt

Spenden dafür können noch bis zum 10. Dezember abgegeben werden – danach natürlich auch. In der St.-Engelbert-Apotheke, Friedrichstraße 4, in Brilon ist eine Sammelbox aufgestellt. Daneben zeigen Fotos der Aktion „Hilfe für die Ukraine“, welche Freude die Bürger aus Brilon und Umgebung den schwerkranken Kindern bisher geschenkt haben.

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