Mehr Sicherheit im Kampf gegen die Pandemie

„Tests werden gut angenommen“: Stadt informiert Bürger und Beschäftigte über Testmöglichkeiten

Teststellen Brilon 2200 Schnelltests gut angenommen
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Die drei Teststellen in Brilon haben bisher rund 2200 Schnelltests pro Woche durchgeführt.

In Brilon sind seit vier Wochen die Testzentren in der Adler-Apotheke, beim DRK und in der Apotheke im Volksbankcenter für Bürgertestungen am Start. Zusammen haben die drei Teststellen bisher rund 2200 Schnelltests pro Woche durchgeführt, um so für mehr Sicherheit im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu sorgen. 

Brilon – „Wir stehen untereinander im Austausch um abzugleichen, wie man sich aufstellen muss. Die Drei-Säulen-Strategie mit Einhaltung der AHA-Regeln, Corona-Tests und Impfungen soll helfen durch die Pandemie zu kommen“, erklärte Thorsten Rediger, Prokurist vom DRK Brilon bei einer Online-Informationsveranstaltung der Stadt Brilon zum Thema „Testungen für Bürger und Beschäftigte“ am vergangenen Montag.

Testen sei der richtige Ansatz; wobei sich jedoch nur asymptomatische Personen einem Corona-Test unterziehen dürften.

Freiwillige Quarantäne

Sollte das Ergebnis positiv sein, müsse man sich sofort in freiwillige Quarantäne begeben und abwarten, was der PCR-Test beim Arzt ergibt. Insgesamt habe man im HSK eine positive Quote von unter einem Prozent.

Seit dem 20. April besteht laut Covid-Arbeitsschutzverordnung für Arbeitgeber die Pflicht, allen Beschäftigten, die nicht ausschließlich in ihrer Wohnung arbeiten, zweimal pro Woche einen Corona-Test anzubieten (für Teilzeitbeschäftigte gilt einmal pro Woche).

Drei Testarten für Beschäftigte

Insgesamt stehen den Beschäftigten drei Testarten zur Verfügung: der Laientest zu Hause, der begleitende Selbsttest und der professionell durchgeführte Test durch geschultes Personal. Die Kosten für die Corona-Schnelltests trägt das Unternehmen. Für Arbeitgeber besteht eine Aufbewahrungspflicht für Rechnungen, Bestellnachweise, Verträge, durchgeführte Schulungen usw. bis zum 30. Juni. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, seine Mitarbeiter per E-Mail, Aushang oder Cloud über das Angebot der freiwilligen Testung zu informieren.

Der Corona-Test ist nicht verpflichtend für Arbeitnehmer. Die Daten nach einem durchgeführten Test werden nach vier Wochen gelöscht. Positiv getestete Arbeitnehmer dürfen nicht namentlich genannt werden.

Arbeitgeber muss sich registrieren

„Der Arbeitgeber muss sich registrieren. Danach kann er nach einem begleitenden oder professionell durchgeführten Test ein Zertifikat ausstellen, das den Arbeitnehmer berechtigt, auch einkaufen oder zum Friseur gehen“, so Dorothee Lüke-Beule von der Apotheke im Volksbankcenter.

Der Beschäftigtentest sei den Bürgertestungen in den Testzentren laut Corona-Test- und Quarantäneverordnung nahezu gleichgestellt, ermögliche somit den Zugang zu unterschiedlichen Diensten und Angeboten, für die ein Testnachweis erforderlich ist.

Testung muss nicht während Arbeitszeit erfolgen

„Die Testung muss nicht während der Arbeitszeit erfolgen. Wichtig ist, dass der nasale Abstrich ordentlich ist. Eine schwach ausgeprägte Linie bedeutet zu wenig Sekret. Der Test muss dann wiederholt werden“, so Sandra Dietrich-Siebert von der Adler-Apotheke.

Ein ausgestelltes Formular mit einem negativen Testergebnis sei ein Ansporn für Mitarbeiter, sich regelmäßig testen zu lassen und vor allem ein Schutz im Bezug auf die anderen Mitarbeiter im Betrieb.

Temperatur zwischen 5 und 30 Grad

Wichtig hinsichtlich Lagerung und Transport sei laut der Apothekerin, dass die Temperatur zwischen 5 und 30 Grad liegt. Die Anwendungstemperatur dürfe maximal bei 30 Grad liegen, denn eine Temperatur von mehr als 37 Grad führe zu einem falschen Ergebnis.

„Die Tests werden gut angenommen. 50 bis 60 Personen lassen sich bei uns im Werk an einem Tag in der Woche testen. Wir wollen das Angebot auf zwei Tage in der Woche erweitern“, ergänzte Uwe Caspary, Leiter Lean- und Prozessmanagement Hoppecke Batterien GmbH & Co. KG.

80 bis 90 Prozent der Geschäftsleute nutzen die App in der Briloner Innenstadt.

Wirtschaftsförderer Oliver Dülme

Auch die Luca-App sei in Brilon erfolgreich gestartet berichtete Oliver Dülme von der Wirtschaftsförderung: „80 bis 90 Prozent der Geschäftsleute nutzen die App in der Briloner Innenstadt. Das ist eine große Erleichterung, da so der ganze Papierkram wegfällt.“

Infos zu „Luca“

Das Check-in-System „Luca“ ermöglicht im Hochsauerlandkreis eine schnelle und datenschutzkonforme Kontaktnachverfolgung, um Corona-Infektionsketten zu unterbrechen. Mit der Luca-App wird die Anwesenheit in einem Restaurant, Frisörsalon oder bei einer Veranstaltung ganz einfach dokumentiert.

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