Bücher, Spiele und Einzug des Internets

Stadtbibliothek Brilon begibt sich zum 40. Geburtstag auf Zeitreise zu ihren Anfängen

+
„LosLesen“ – Bibliotheksleiterin Ute Hachmann stellte ihre persönlichen Lieblingsbücher des Jahres vor und ließ die Besucher – anhand von Buchcover, Titel, Klappentext und dem ersten Satz – mitentscheiden, welches ihre Favoriten waren.

Brilon – „Ach, das haben wir auch immer gerne gespielt“, sagt ein Besucher – und greift zur Schachtel mit dem Malefizspiel. Auf dem Tisch ist ein weiteres Brettspiel spielbereit aufgebaut, welches Erinnerungen weckt: Das „Spiel des Jahres 1979“.

Ihren 40. Geburtstag feierte die Stadtbibliothek Brilon mit dem, was sie besonders gut kann: Medien bereithalten, zum Ausprobieren und Ausleihen – und mit einer Zeitreise.

Verschiedene Brettspiele wie „Malefiz“ weckten Erinnerungen.

„Wir haben vier Mitmach-Stationen aufgebaut – für jedes Jahrzehnt eine“, erklärte die Bibliotheksleiterin Ute Hachmann. An jeder konnte man dem Wandel der Zeit nachspüren: Am Tisch mit den Brettspielen, beim „Upcycling“ von alten Hör- oder Musikkassetten und bei den Spieletestern, die ein altes Konsolenspiel aus den neunziger Jahren aufgebaut hatten. Daneben lag eine Virtual-Reality-Brille der neuesten Generation, mit der man sich mitten in die fantastischen Welten von Computerspielen begeben konnte. 

Bei den Spieletestern konnte man ein altes Konsolenspiel aus den neunziger Jahren ausprobieren.

Und, ja, natürlich ging es auch um Bücher: In mehreren Runden stellte Ute Hachmann beim „LosLesen“ ihre persönlichen Lieblingsbücher des Jahres vor und ließ die Besucher – anhand von Buchcover, Titel, Klappentext und dem ersten Satz – mitentscheiden, welches ihre Favoriten waren. Das ein oder andere Buch hatte man schon selbst gelesen oder war bereits darauf aufmerksam geworden, aber im Lauf des Spiels gab es viele Überraschungen: Bücher, zu denen man, aufgrund des Titels oder des Umschlagmotivs, gar nicht greifen würde, offenbarten raffinierte Anfänge oder Klappentexte, die einen neugierig machten. 

Im Treppenhaus konnte man auf Zeitreise gehen: Texttafeln und Fotos erinnerten an wichtige Stationen der Bibliothek sowie an andere kulturhistorische Ereignisse.

Im Treppenhaus konnte man auf Zeitreise gehen: Texttafeln und Fotos erinnerten an wichtige Stationen der Bibliothek sowie an andere kulturhistorische Ereignisse. Wer noch etwas Nostalgie mit nach Hause nehmen wollte, konnte sich im Medienflohmarkt mit CDs, Büchern oder Spielen eindecken – nicht zu vergessen den aus Kassetten selbstgebastelten Stifteköcher oder Handyhalter. 

Mal sehen, was beim nächsten Jubiläum in zehn Jahren bei den Besuchern für verträumte Blicke sorgen wird – vielleicht bereits die VR-Brille?

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare