Kunstprojekt unter dem Motto „Leute – Orte – Träume“

Startschuss für die Hansetage: Ausschreibung für  „HanseArtWorks" beginnt

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Das Duplikat der Fahne des internationalen Hansebundes wurde im Rahmen des Kunstprojektes „HanseArtWorks“ an die Marienschule Brilon übergeben. Bis zu den Internationalen Hansetagen 2020 wird die Fahne in verschiedenen Briloner Institutionen zu sehen sein. Das Original hängt im Bürgersaal des Rathauses.

Brilon - Der Countdown läuft: Rund neun Monate vor Beginn der Internationalen Hansetage in Brilon vom 4. bis 7. Juni 2020 beginnt die Ausschreibung für das Kunstprojekt „HanseArtWorks" unter dem Motto „Leute – Orte – Träume“.

„Wir wollen uns als weltoffene Stadt präsentieren und den europäischen Gedanken mit Leben füllen“, so Bürgermeister Dr. Christof Bartsch bei der ersten offiziellen Pressekonferenz im Vorfeld der „Hansetage 2020“. Die Verantwortlichen gaben bei diesem Termin den Startschuss für die Ausschreibung des internationalen Kunstprojekts „HanseArtWorks“. 

Dieses Kunstprojekt ist bereits zum 14. Mal fester Bestandteil des großen Netzwerktreffens der Hansefamilie. Unter dem Motto „Leute –Orte – Träume“ sind die Künstler aus bis zu 16 nordeuropäischen Ländern (von Frankreich, über die Beneluxstaaten, Island, England, Schottland, Skandinavien, die baltischen Staaten, Weißrussland, Russland und Deutschland) eingeladen, zu ihrer Stadt mit ihren Orten, Leuten und Träumen künstlerische Arbeiten in Form von Fotografien und/oder Filmen einzureichen. „Was zeichnet meine Heimat aus? Welche Orte machen mich stark? Wovon träume ich? Die Künstler sollen sich mit der eigenen Hansestadt auseinander setzen“, erklärt Ute Hachmann, Projektleiterin der Hansetage 2020. Die Ausschreibung geht an alle 195 Hansestädte, auch Briloner Künstler dürfen sich ab sofort bewerben. Die Bewerbungsfrist für die Künstler in ihren eigenen Hansestädten ist der 30. November. Eine achtköpfige Jury, bestehend aus dem dazugehörigen Arbeitskreis „HanseArtWorks“, wird 16 Künstler auswählen, deren Arbeiten dann während der Hansetage in der Briloner Marienschule gezeigt werden. 

Fotografien und Filme wurden bewusst als Medium gewählt, da sich die Arbeiten so digital versenden lassen. „Da nicht alle Hansebund-Mitglieder aus EU-Staaten kommen, könnte es, wie es in der Vergangenheit schon vorgekommen ist, Probleme mit dem Zoll geben“, so Ute Hachmann. Filme seien zudem ein Novum bei den „HanseArtWorks“. „Die Ausstellung geht eventuell auf Wanderschaft“, verrät der freischaffende Künstler Lutz Bernau, der als Mitglied des Arbeitskreises „HanseArtWorks“ mit in der Jury sitzt. 

Neben der Ausstellung der 16 ausgewählten Künstler veranstaltet der Kunstverein Brilon während der Hansetage einen lokalen Kunstmarkt auf dem Schulhof der Marienschule. Neun Teilnehmer, darunter Maler und Bildhauer aus der Region, haben bereits zugesagt. Zudem ist auch der Inner Wheel Club Brilon-Marsberg mit einem nachhaltigen Kunstcafé in der Marienschule vertreten. 

Rund 120 Städte in Brilon erwartet

Bei den Hansetagen werden sich rund 120 Städte der 16 Hanse-Nationen in Brilon mit einem Stand präsentieren und am Delegiertenprogramm, an den Kunstveranstaltungen und am Jugendaustausch teilnehmen. Brilon erwartet circa 1500 bis 2000 Gäste aus 16 nordeuropäischen Ländern, die während des gesamten Zeitraums über vier Tage anwesend sind. Beim internationalen Jugendaustausch YouthHansa werden rund 100 Jugendliche erwartet. Ab dem 1. November ist das Anmeldeportal für die Hansestädte freigeschaltet. Ende Februar steht die genaue Zahl der teilnehmenden Städte fest. „Insgesamt werden über die vier Tage etwa 100.000 bis 120.000 Gäste nach Brilon kommen“, so Ute Hachmann. 

Zum ersten Mal darf auch Weißrussland an den Hansetagen teilnehmen. Die Ausreise sei den Mitgliedern des Hansebundes bisher verweigert worden, so Bürgermeister Dr. Bartsch. Der Briloner Bundestagsabgeordnete und Russlandbeauftragte der Bundesregierung, Dirk Wiese, habe sich dafür eingesetzt. Ebenso sei es seinem Engagement mit zu verdanken, dass Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Schirmherrschaft der Hansetage übernommen hat. Als nächster Hansetagstermin steht der Besuch der Hansekommission vom 25. bis 27. Oktober an. Bei diesem Treffen werden etwa 60 Delegierte des Internationalen Hansebundes Brilon „unter die Lupe nehmen“, indem sie sich einen Eindruck von der Gastgeber-Stadt und dem Stand der Vorbereitungen verschaffen.

Informationen 

Mehr zum Kunstprojekt „HanseArtWorks“ und zum Programm der Hansetage gibt es auf www.hansetagebrilon.de. Wer bei dem Großevent mithelfen möchte, findet hier ebenfalls weitere Informationen.

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