„Jetzt macht alles Sinn“

Stiftungstag zum 112. Geburtstag von Wilhelmine Hövener

Wegbegleiter und Unterstützer fanden sich zum ersten Stiftungstag anlässlich des 112. Geburtstages von „Minna“ Hövener im Briloner Stadtmuseum ein. Foto: Manfred Eigner
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Wegbegleiter und Unterstützer fanden sich zum ersten Stiftungstag anlässlich des 112. Geburtstages von „Minna“ Hövener im Briloner Stadtmuseum ein.

Brilon. Mit Genugtuung würde Wilhelmine Hövener sehen, dass ihre Saat auf fruchtbaren Boden gefallen und aufgegangen ist. Anlässlich ihres Geburtstages – sie wäre am 13. September 112 Jahre alt geworden – hatte die Stiftung Briloner Eisenberg und Gewerke zum ersten Stiftungstag ins Briloner Stadtmuseum Haus Hövener eingeladen.

Die alleinstehenden Briloner Lehrerin und Nachfahrin erfolgreicher Kaufmanns- und Industriellenfamilien hatte es sich zum Ziel gesetzt, dass ihr 1803 erbautes Wohnhaus, direkt am Marktplatz und somit im Herzen ihrer Heimatstadt, einmal zu einem Museum von regionaler Bedeutung und zu einem kulturellen Mittelpunkt Brilons werden soll.

Das dies mehr als gelungen ist, zeigen die erfolgreichen Ausstellungen, um die sich das engagierte Museumsteam in hervorragender Weise und mit hoher fachlicher Kompetenz einsetzt. Diesen Mitarbeitern sprach Stiftungsvorsitzender Winfried Dickel einen ganz besonderen Dank aus. Als weiteren Erfolgsfaktor führte er das erfolgreiche Netzwerk von Unterstützern auf: „So viel hätten wir nicht machen können, wenn es den Förderverein nicht gäbe, gepaart mit den guten Beziehungen und Unterstützungen der Sparkasse Hochsauerland, der Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten, der Briloner Bürgerstiftung, den heimischen Unternehmen, Rat und Verwaltung der Stadt und der guten Zusammenarbeit mit den Organisatoren der Freizeit- und Naturprogrammen bis weit über die Stadtgrenzen hinaus.“

Ein Erfolg, der auch in finanzieller Hinsicht beispielhaft ist. Beliefen sich 2013 die Verbindlichkeiten noch auf 1.175.000 Euro. So sind es derzeit 625.000 Euro. „Ich bin sicher Ende des Jahre steht eine 5 vorne“, hob der Stiftungsvorsitzende Dickel hervor.

Großer Dank an Winfried Dickel

Lob und Dank gab es in diesem Zusammenhang vom ersten Beigeordneten der Stadt Brilon, Reinhold Huxoll, der in Vertretung des Bürgermeisters die Glückwünsche der Stadt überbrachte und dessen Satz: „Dank an Winfried Dickel, der nach den anfangs turbulenten Zeiten das Museum in ein ruhiges und erfolgreiches Fahrwasser geführt hat“ mit einen großen Applaus der über 80 Gäste quittiert wurde. Eckhard Lohmann, Förderveinsvorsitzender hob hervor: „Das Museum ist gebaut aus Steinen und Installation – aber in erster Linie ist es Winfried Dickels Verdienst, dass das Museum in den Köpfen der Bürger ständig wächst. Besonderer Verdienst ist, dass das Museum alle Altersschichten erreicht und über Parteigrenzen und Grenzen unterschiedlicher Grundauffassungen hinweg zu produktiven Vernetzungen von Bildung im Museum sowie den Außenstandorten führt.“

Landrat Dr. Karl Schneider unterstrich die Wichtigkeit und den Wunsch von Wilhelmine Hövener das Haus für die Nachwelt in ihrem Sinne zu erhalten: „Bei der formellen Übergabe durch Frau Hövener quittierte sie ihre Unterschrift mit dem Zitat: ‘Jetzt macht alles einen Sinn´. Wenn sie es heute sehen könnte, so würde sie sehen, dass aus einer Idee Wirklichkeit geworden ist.“

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